Hantavirus: Kontaktperson ist ein Wiener
Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch informierte, handelt es sich bei dem Österreicher, der im selben Flugzeug wie eine mit dem Hantavirus infizierte Person war, um einen Wiener.
Ein Mann aus Wien war kurz mit einer mit dem Hantavirus infizierten Frau in einem Flugzeug und gilt nun als Kontaktperson. Er gelte allerdings lediglich als „Niedrigrisiko-Kontaktperson“, heißt es vom Gesundheitsministerium. Der städtische Gesundheitsdienst (MA 15) sei mit dem Betroffenen im Austausch, das Risiko einer Ansteckung sei minimal.
Wiener soll räumlich weit entfernt gewesen sein
Der Mann hätte sich den Angaben nach räumlich weit entfernt an Bord aufgehalten. Am Freitag waren die heimischen Behörden von den niederländischen informiert worden, woraufhin das Gesundheitsministerium unverzüglich die zuständige Landessanitätsbehörde in Kenntnis setzte, die schließlich den Mann informierte. Er wurde angewiesen, sich bei Symptomen sofort zu melden.
Selbstkontrolle für sechs Wochen
Weil er als Niedrigrisiko-Kontaktperson gilt, wurde er entsprechend den nationalen und internationalen Empfehlungen über die entsprechenden österreichischen Empfehlungen durch die Gesundheitsbehörde informiert. Sie sehen eine sechs-wöchige Selbstbeobachtung auf Auftreten von Symptomen vor. Der Mann wurde außerdem dazu aufgefordert, etwaige Änderungen seines Auftenthaltsortes zu melden.
Österreich hat Meldepflicht verschärft
Seit 9. Mai 2026 müssen in Österreich neben bestätigten Erkrankungen und Todesfällen auch Verdachtsfälle von Mensch zu Mensch übertragbaren Hantavirus-Infektionen gemeldet werden. Das Gesundheitsministerium reagiert damit auf den aktuellen Ausbruch und mögliche weitere Fälle durch internationalen Reiseverkehr. Derzeit gibt es in Österreich keinen bestätigten Hantavirus-Fall.
Das gilt jetzt für Kontaktpersonen
Menschen mit geringem Risiko sollen sechs Wochen lang auf Symptome achten und bei Beschwerden sofort die Gesundheitsbehörde kontaktieren. Zusätzlich wird empfohlen, große Veranstaltungen zu meiden und in stark frequentierten Innenräumen eine FFP2-Maske zu tragen. Für Hochrisiko-Kontaktpersonen gelten strengere Maßnahmen: Sie müssen sich zuhause absondern und werden sechs Wochen lang überwacht. Kontakte sollen nur mit Abstand und FFP2-Maske stattfinden.