Mann in 21 Jahre altem Mord angeklagt: Anwalt erhebt Einspruch
21 Jahre lang suchte man nach dem Mörder einer damals 19-Jährigen aus Niederösterreich. Sie wurde in Innsbruck ermordet. Kürzlich wurde Anklage gegen einen nun 42-Jährigen erhoben. Dessen Anwalt beeinsprucht das.
Am 23. Juni 2005 endete das Leben einer damals 19-jährigen, jungen Frau abrupt und brutal. Zwei Messerstiche – einer in die Brust und einer in den Rücken – haben ihrem Leben ein Ende gesetzt. 21 Jahre später dann der Paukenschlag: Gegen einen nun 42-jährigen Mann, der mittlerweile in Australien lebt, wurde Anklage erhoben.
DNA-Spuren auf angerauchter Zigarette gefunden?
Er wurde schon vor Jahren verdächtigt, im Dezember 2013 klickten für ihn sogar die Handschellen. Genau deshalb beeinsprucht sein Rechtsvertreter nun die Anklage. Eine angerauchte Zigarette, die in der Telefonzelle beim Tatort gefunden worden ist, sei der ausschlaggebende Punkt gewesen, weshalb man nun Anklage erhoben hat. Mittlerweile konnten nämlich DNA-Spuren des Mannes darauf gefunden werden. Wie Medien berichten, geht es im Einspruch des Anwaltes um jene Frage, ob der 42-Jährige überhaupt noch einmal wegen dieses vermeintlichen Beweises belangt werden könne.
Deshalb will Anwalt die Anklage beeinspruchen
Seiner Meinung nach habe man die Zigarette „damals“ schon gehabt und die Untersuchungsmethoden seien auch 2013 schon gut genug gewesen. Zwei Mal in der selben Sache dürfe man laut österreichischem Strafrecht nicht verfolgt werden, so der Anwalt. Es wird sich in den nächsten Wochen nun also zeigen, ob dem Einspruch am Ende tatsächlich recht gegeben wird, oder ob es schließlich nach 21 langen Jahren vielleicht doch zu einem Prozess kommen könnte. Für den 42-Jährigen gilt aber freilich die Unschuldsvermutung.