Letzter Wunsch: Monika will noch einmal in ihr „kleines Paradies“
Seit Wochen liegt die 69-jährige Monika im Krankenhaus und kämpft gegen eine schwere Krankheit. Es könne "jederzeit das Ende kommen", weiß auch der Verein -Rollende Engel-, der ihr ihren letzten Herzenswunsch erfüllte.
Die Ärzte haben ihr im Krankenhaus auch schon mehrfach das Leben gerettet, Monika selbst ist eine Kämpferin. „Aber auch Kämpferinnen haben einen letzten Wunsch. Sie möchte noch einmal in ihr kleines Paradies nach Salzburg fahren“, berichtet nun der Verein -Rollende Engel-. Dort würde sie am liebsten auch gleich all ihre Freunde und Nachbarn ein letztes Mal treffen und Zeit mit ihrem Mann und Sohn verbringen. Diesem Wunsch nahmen sich die ehrenamtlichen Wunscherfüller an und nahmen sofort Kontakt mit dem Krankenhaus auf.
„Unsere medizinisch top ausgebildeten Wunscherfüller gaben ihr bestes“
Die Ärzte machten sie dabei darauf aufmerksam, dass bei der 69-Jährigen während der Fahrt jederzeit Blutungen auftreten könnten und sie daran versterben könnte. Doch schließlich, nach langer und gründlicher Absprache mit den Ärzten, kam man zu dem Entschluss, dass es möglich war, auch diesen letzten Wunsch zu erfüllen. Es galt, jede Erschütterung zu vermeiden und keine Hektik aufkommen zu lassen. „Unsere medizinisch top ausgebildeten Wunscherfüller gaben ihr bestes“, so der Verein weiter.
Über den Verein „-Rollende Engel-“
Der private Verein erfüllt österreichweit schwerkranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase kostenlos ihren letzten Wunsch.
Wie und wann werden letzte Wünsche vom Verein „-Rollende Engel-“ erfüllt?
Voraussetzungen:
- wenn Wünsche aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst erfüllbar sind
- wenn man Unterstützung benötigt, weil der Patient bettlägerig ist
- wenn medizinische und/oder pflegerische Betreuung benötigt wird
Sollten diese Voraussetzungen zutreffen, kann man hier online das Wunschanfrageformular ausfüllen
Nachbarn und Freunde warteten schon auf Monika
Und am Ziel angekommen stellte sich heraus: „Es ist tatsächlich ein kleines Paradies, das sich Monika mit ihrer Familie hier geschaffen hat. Umringt von hohen Bergen mitten in der Natur steht ihr kleines Häuschen“, erinnern sich die Wunscherfüller. Vor Ort hatten sich auch schon Nachbarn und Freunde zusammengefunden und die Ankunft sehnlichst erwartet. Beim anschließenden Treffen wurden auch Freudentränen vergossen, niemand wollte es so richtig wahr haben, dass die 69-Jährige nun tatsächlich noch einmal da sein konnte.
Monika genoss die Zeit mit Freunden und Familie
Schließlich fuhr man mit der Trage ins kühlere Haus, mit dabei auch Monikas Mann und ihr Sohn, die beide sichtlich mit der Situation und der Angst um die schwer kranke Frau zu kämpfen haben. Die Zeit im Kreise ihrer Freunde und Familie genoss die 69-Jährige schließlich voll und ganz, auch wenn das medizinisch top ausgebildete Team des Vereins -Rollende Engel- „ab und zu“ eingreifen muss.
„Es wird komplett ruhig um das Haus“
Die Wunscherfüller erinnern sich auch noch genau an das Ende des Treffens: „Es wird sehr emotional, als wir für die Heimreise wieder alles vorbereiten. Viele Tränen fließen bei den Angehörigen und letzte Umarmungen werden gemacht.“ Einige wenige Augenblicke lässt man die engsten Angehörigen noch mit ihr alleine, um sich verabschieden zu können. „Es wird komplett ruhig um das Haus. Auch die Vögel hören auf zu zwitschern. Es scheint, als würde gerade die Welt still stehen.“ Die ganze Fahrt ins Krankenhaus über schläft die 69-Jährige daraufhin „ruhig und sicher auf unserem Bett. Immer umsorgt von unseren Krankenschwestern, damit es der sympathischen Mutter an nichts fehlt“, so der Verein -Rollende Engel- abschließend.