Vom ESC-Sieg zum Debakel: Österreich stürzte auf den vorletzten Platz ab
Nach dem Vorjahressieg stürzte Österreich beim Eurovision Song Contest auf den vorletzten Platz ab. Cosmó holte beim Heimspiel nur sechs Punkte. Schlechter schnitt an diesem Abend nur England ab.
Nur ein Jahr nach dem triumphalen Erfolg beim Eurovision Song Contest herrscht in der österreichischen Musikdelegation Ernüchterung. Der diesjährige Vertreter Benjamin Gedeon, bekannt als „Cosmó“, erlebte beim Heimspiel in Wien mit dem Song „Tanzschein“ einen harten Fall auf den Boden der ESC-Realität und belegte im Finale den 24. und somit vorletzten Platz. „Wir konnten unser Bestes geben“, schildert Cosmo nach dem 70. Bewerb. Zum Ausgang meinte er: „Es ist nicht der letzte Platz – was auch in Ordnung gewesen wäre.“ Den Sieg holte sich Bulgarien und Sängerin Dara mit „Bargaranga“ – es gab ganze 516 Punkte.
Sechs Punkte
Bereits im Vorfeld der Show prognostizierten die Wettbüros ein schwieriges Abschneiden für den Gastgeber, auch wenn während der Live-Übertragung kurzzeitig die Hoffnung keimte. Am Ende reichte es mit insgesamt lediglich sechs Punkten nur für eine Platzierung vor Großbritannien, während sich Deutschland mit zwölf Punkten auf dem 23. Rang knapp vor Österreich positionieren konnte – wir haben über die Resultate im Detail berichtet.
Von der Spitze wieder ans Ende der Tabelle
Von den 34 stimmberechtigten Ländern bedachte im Jury-Voting lediglich Luxemburg die Alpenrepublik mit einem einzigen Punkt, was den letzten Platz in der Teilwertung bedeutete. Aufgrund des Ergebnisses musste das rot-weiß-rote Duo Cosmó beim anschließenden Televoting als erstes Land zittern. Die Moderatoren Viktoria Swarovski und Michael Ostrowski verkündeten schließlich magere fünf Zähler aus dem Publikums-Voting. Österreich wandert somit innerhalb von zwölf Monaten von der Spitze des europäischen Musikwettbewerbs fast ans absolute Ende des Tableaus.