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Ein Bild auf 5min.at zeigt eine verzweifelte Pensionistin
Der Pensionistenverband Österreich (PVÖ) macht eine Netto-Pensionskürzung vom Vorjahr wieder zum Thema.

Pensionisten sauer: Kürzung bringt der ÖGK „halbe Milliarde jährlich“

Das Defizit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) lag im Vorjahr deutlich niedriger als ursprünglich erwartet. Obmann Peter McDonald spricht vor allem Leistungskürzungen an. Das erzürnt Österreichs Pensionisten.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(349 Wörter)
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Aus einem Defizit von rund 900 Millionen Euro, vor dem die ÖGK letztes Jahr gewarnt hat, wurden schließlich doch „nur“ minus 156 Millionen Euro. ÖGK-Obmann Peter McDonald führt das vor allem auf Leistungskürzungen und Einsparungen in der Verwaltung zurück, die Präsidentin des Pensionistenverbandes Österreich, Birgit Gerstorfer, sieht hier „eine grobe Verzerrung der Tatsachen“.

Pensionisten bekommen seit Juni 2025 weniger Netto vom Brutto

„Kein Wort verliert McDonald darüber, dass es ausschließlich die Pensionistinnen und Pensionisten waren, die mit massiv höheren Krankenversicherungsbeiträgen die Krankenkasse saniert haben“, so Gerstorfer, die „diese Verschleierungstaktik“ als „respektlos“ bezeichnet. Wie berichtet wurden die KV-Beiträge für die meisten Pensionisten in Österreich im Juni des Vorjahres von 5,1 auf sechs Prozent angehoben, im Jänner 2026 folgten dann noch Ausgleichszulagenbezieher. Alles zum Thema auch hier: Pensionskürzung ab Juni: Was Millionen Österreicher jetzt erwartet.

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„Waren Pensionisten, die ÖGK vor dem finanziellen Kollaps bewahrt haben“

Insgesamt macht diese Maßnahme rund eine halbe Milliarde Euro pro Jahr aus. Gerstorfer daher: „Es waren die Pensionistinnen und Pensionisten, die mit ihren Beiträgen die ÖGK vor dem finanziellen Kollaps bewahrt haben – nicht die von McDonald gepriesenen Verwaltungsmaßnahmen.“

Planbare Rettungstransporte sind seit Juli 2025 nicht mehr kostenlos

Freilich wurden die erhöhten KV-Beiträge nicht das ganze letzte Jahr gezahlt, womit man von der halben Milliarde etwa die Hälfte rechnen kann. Ein weiterer großer Brocken in der Sparpolitik der ÖGK sind Leistungskürzungen. So muss seit Juli des Vorjahres für planbare Rettungstransporte ein Unkostenbeitrag in Höhe der Rezeptgebühr bezahlt werden. Alles dazu auch hier: Neu ab 1. Juli: Dafür müssen Patienten in Österreich jetzt zahlen.

„Ältere Generation zahlt nicht nur drauf, sie bekommt auch noch weniger Leistung…“

Neue Maßnahmen wurden auch kürzlich erst etwa bei Zahnersatz und dem Krankengeld gesetzt. Ebenfalls ein Punkt, den Gerstorfer kritisiert: „Die ältere Generation zahlt also nicht nur drauf, sie bekommt auch noch weniger Leistung. McDonald verkauft das als Erfolg – das ist ein Schlag ins Gesicht aller Pensionistinnen und Pensionisten.“

Foto in Beitrag von 5min.at zeigt die Präsidentin des Pensionistenverbands Österreich, Birgit Gerstorfer.
©PVÖ
PVÖ-Präsidentin Birgit Gerstorfer bezeichnet die ÖGK-Maßnahmen als „Schlag ins Gesicht aller Pensionistinnen und Pensionisten“.
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