Tankgeld zurück: Agrardiesel kommt jetzt ein Jahr früher
Eigentlich hätte die Maßnahme erst Ende 2027 kommen sollen, nun wird die Agrardieselrückvergütung schon Ende 2026 ausbezahlt. Heißt: Österreichs Bauern bekommen schon im Dezember 2026 Tankgeld vom Staat zurück.
Durch den Iran-Krieg sind die Preise für Treibstoff – und insbesondere jene für Diesel – in die Höhe geschossen. Das setzt auch Österreichs Bauern massiv unter Druck und belastet die bäuerlichen Familienbetriebe hierzulande finanziell. Dazu sollte im kommenden Jahr die Agrardieselrückvergütung wieder eingeführt werden. Nun zieht man das Ganze ein Jahr vor und zahlt es noch im Dezember 2026 aus, wie das zuständige Landwirtschaftsministerium erklärt.
„Hohe Kostenbelastung in der Landwirtschaft besteht jetzt“
Damit möchte man den aktuell hohen Preisen entgegenwirken und die Liquidität der Betriebe stärken, so Bundeskanzler Christian Stocker und Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig unisono. Die beiden sehen das als „klares Bekenntnis der Bundesregierung zur heimischen Produktion von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln“. Der Einsatz von Österreichs Bauern würde „nicht nur Anerkennung, sondern auch verlässliche politische Unterstützung“ verdienen, so Stocker. Und auch Totschnig weiß: „Die hohe Kostenbelastung in der Landwirtschaft besteht jetzt, deshalb brauchen wir auch so schnell wie möglich eine Entlastung.“
Agrardiesel-Zuschuss bringt voraussichtlich rund 16 Cent pro Liter
Ursprünglich wäre die Fortführung des Agrardiesels im Dezember 2027 und 2028 geplant gewesen und die Rückvergütung in diesen Monaten ausgezahlt worden. Hier wäre allerdings eine zweijährige Lücke seit der letzten Auszahlung im Dezember 2025 entstanden. Und gerade die nun herausfordernde Situation mit deutlich gestiegenen Dieselpreisen hätten es notwendig gemacht, die Auszahlung um ein Jahr vorzuziehen. Daher wird diese nun eben im Dezember 2026 gemeinsam mit der AMA-Hauptauszahlung erfolgen. Dabei wird es voraussichtlich einen Zuschuss von rund 16 Cent pro Liter geben, weitere Details zum Modell und den Auszahlungsmodalitäten werden derzeit noch verhandelt.
Preis für Düngemittel ebenfalls stark gestiegen
Notwendig geworden ist die vorgezogene Auszahlung nicht nur wegen der seit 5. Jänner 2026 sprunghaft um rund 25 Prozent gestiegenen Dieselpreise, sondern auch wegen der fehlenden Ausweichmöglichkeiten für viele landwirtschaftliche Betriebe. Alternativen zu dieselbetriebenen Maschinen seien nämlich meist nicht verfügbar. Zusätzlich ist auch der Preis von Düngemittel stark gestiegen – Grund ist auch hier der Iran-Krieg und die damit einhergehende Schließung der Straße von Hormus. „Der Unterstützungsbedarf besteht jetzt. Deshalb handeln wir rasch, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirtschaft zu sichern und die Versorgung mit hochwertigen heimischen Lebensmitteln langfristig zu sichern“, so Totschnig abschließend.