Pensionserhöhung jetzt fix: Das erwartet Österreicher ab Jänner
Die Regierung hat lange darüber verhandelt, nun scheint es fix zu sein: Die Pensionen steigen 2027 um 2,95 Prozent an, die Ausgleichszulage steigt um 3,3 Prozent.
Bereits vor rund vier Wochen hat die Regierung die Eckdaten des kommenden Doppelbudgets vorgestellt. Darin war auch eine geringere Pensionserhöhung für die Jahre 2027 und 2028 enthalten. Nun scheint man sich in den Verhandlungen geeinigt zu haben. Für Pensionisten in Österreich gibt es ab 1. Jänner 2027 um 2,95 Prozent mehr, die Ausgleichszulage steigt um 3,3 Prozent. Liegt die Pension über 6.930 Euro brutto, gibt es einen Fixbetrag von plus 204,44 Euro. Damit sollen bei einer erwarteten Inflation von 3,3 Prozent auf den Bemessungszeitraum für Pensionserhöhungen gesehen 280 Millionen Euro gespart werden. Insgesamt sollen die Pensionen so um 2,4 Milliarden Euro erhöht werden. Was die geringere Erhöhung genau bedeutet, haben wir hier für euch dargestellt: Pensionserhöhung 2027 fix: Tabelle zeigt, wie viel du verlieren könntest.
Wie viel Pension bekommst du netto?
Seniorenrat kritisiert Entscheidung nach geringerer Pensionserhöhung 2027
In die Verhandlungen mit eingebunden waren die beiden Vertreter des Seniorenrats, Birgit Gerstorfer (Präsidentin des Pensionistenverbands Österreich) und Ingrid Korosec (Seniorenbund-Präsidentin), die sich davor gegenüber 5 Minuten kämpferisch gezeigt haben und die volle Anpassung für alle Senioren gefordert haben. Alles dazu auch hier: Pensionisten kampfbereit: „Wenn es ums Sparen geht…“. Die Entscheidung der Bundesregierung kritisiert man nun. Nachdem bereits im Vorjahr nicht alle Pensionen voll erhöht wurden, ist das dieses Jahr neuerlich der Fall.
Seniorenrat mit Entscheidung „nicht zufrieden“
Positiv vermerkt man allerdings, dass zumindest Bezieher einer Ausgleichszulage 3,3 Prozent mehr bekommen. Ebenfalls positiv: Bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 Euro werden alle Pensionen um 2,95 Prozent erhöht, was immerhin mehr als 99 Prozent aller rund 2,6 Millionen Pensionisten hierzulande betrifft, weiß man beim Seniorenrat. Dennoch: „Zufrieden sind wir mit dieser Entscheidung nicht. Denn auch wenn mittlere Pensionen diesmal keine Deckelung bekommen, liegt die Anpassung mit 2.95 Prozent unter der Inflationsrate, während die Preise bei Wohnen, Energie und Lebensmitteln weiter steigen“, so Korosec.
Seniorenrat möchte weiter volle Inflationsabgeltung für alle Pensionisten
Und auch Gerstorfer hält fest, dass die Inflationsabgeltung Kernbestandteil des Vertrauens in das Pensionssystem ist. „Wir respektieren demokratische Entscheidungen und Budgetbeschlüsse. Aber wir bleiben bei unserer Forderung nach einer vollen, gesetzlich abgesicherten Inflationsabgeltung für alle Pensionistinnen und Pensionisten.“ Es gehe um ein Versicherungsprinzip und den Erhalt der Kaufkraft jener Menschen, die ihr Leben lang eingezahlt haben, so die PVÖ-Präsidentin. Die Forderung der vollen Anpassung würde damit weiter bestehen bleiben. Kritik an der Regierung gibt es vor allem daran, dass man nicht nach einer alternativen Finanzierungsquelle gesucht und diese genutzt hat.