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/ ©Montage: Canva
Ein Bild auf 5min.at zeigt einen Einkaufswagen und eine leere Brieftasche.
Die Mehrwertsteuer auf einige Grundnahrungsmittel wird nun gesenkt.

„100 Euro pro Jahr“: Mehrwertsteuer auf diese Lebensmittel sinkt ab Juli

In Zeiten wie diesen, wo eine budgetäre Hiobsbotschaft die nächste jagt, sehnt man sich nach solchen Nachrichten. Die Mehrwertsteuer-Senkung mit 1. Juli 2026 auf ausgewählte Grundnahrungsmittel ist nun nämlich endgültig fix.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
1 Minute Lesezeit(223 Wörter)
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Man möchte mit dieser Maßnahme die Menschen „dort entlasten, wo die Teuerung im Alltag besonders spürbar ist – beim täglichen Einkauf“, meint nun etwa SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim nach dem Beschluss am Donnerstag, 21. Mai 2026, im Nationalrat. Die Mehrwertsteuer auf besagte ausgewählte Grundnahrungsmittel wird ab Juli von zehn auf 4,9 Prozent halbiert. Und Seltenheim weiß auch: „Das bringt im Schnitt rund 100 Euro Entlastung pro Haushalt und Jahr.“

„Deshalb greifen wir gezielt bei den Kosten des täglichen Lebens ein“

Dabei wird bei Produkten wie etwa Milchprodukte, Brot, Gemüse, Obst oder Teigwaren die Mehrwertsteuer halbiert. „Gerade Familien und Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen spüren die hohen Lebensmittelpreise besonders stark. Deshalb greifen wir gezielt bei den Kosten des täglichen Lebens ein“, betont Seltenheim weiter. Gegenfinanziert wird die Maßnahme mit der umstrittenen Paketabgabe für große internationale online-Handelsplattformen und durch verschärfte Maßnahmen gegen Steuerbetrug.

Auf diese Grundnahrungsmittel wird die Mehrwertsteuer gesenkt:

  • Milch (einschließlich laktosefrei)
  • Joghurt
  • Früchte (Äpfel, Birnen, Quitten, Steinobst)
  • Reis
  • Mehl und Grieß von Weizen
  • Teigwaren (nicht gekocht, gefüllt oder in anderer Weise zubereitet)
  • Brot
  • Speisesalz
  • Butter
  • Eier (frisch von Hühnern)
  • Gemüse (frisch, gekühlt oder gefroren)

Kritik an Mehrwertsteuersenkung vor allem von FPÖ

Ebenfalls kritisiert wird die Mehrwertsteuersenkung wegen des Aufwandes, der nun im Handel entstehen wird, um die krumme Prozentzahl mit Komma in die Registrierkassen zu bekommen. Gleichzeitig übt die Opposition allgemein Kritik. Die FPÖ spricht etwa von einer „minimalen Entlastung“, die „durch eine neue Paketsteuer sofort wieder zunichtegemacht wird“ und von einer „Mogelpackung“.

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