Ab Juli: Bekannter Möbel-Verkäufer muss zwei Standorte schließen
Der Möbelverkäufer "Magazin 07 Möbel und Einrichtungen VertriebsgmbH", besser bekannt unter dem Namen "Interio", ist pleite und muss nun zwei Standorte fix schließen, wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) berichtet.
Demnach hat am 21. Mai 2026 am Landesgericht Wiener Neustadt die Prüfungstagsatzung im Rahmen des seit Mitte März laufenden Insolvenzverfahrens stattgefunden. Bisher haben sich 158 Gläubiger mit Gesamtforderungen von 6,17 Millionen Euro gemeldet. 3,43 Millionen Euro davon wurden bisher auch schon anerkannt, so der AKV. Die restlichen Forderungen wurden bestritten und befinden sich weiterhin in Abklärung und Überprüfung.
Interio-Betrieb „derzeit kostendeckend“
Der Geschäftsbetrieb wird aktuell unter Aufsicht der Insolvenzverwalterin fortgeführt und sei „derzeit kostendeckend, findet jedoch unter herausfordernden Rahmenbedingungen statt“, heißt es seitens der AKV weiter. Die Umsätze liegen zwar unter den Erwartungen, bereits gesetzte Maßnahmen machen eine kostendeckende Weiterführung aktuell aber noch möglich. Und im Zuge der Restrukturierung sollen nun auch mehrere Standorte angepasst bzw. geschlossen werden. Betroffen von der Schließung mit Anfang Juli sind die Filialen in der Wiener Mariahilfer Straße und jene in Linz. Zudem ist für die Filiale in Graz ein Räumungsverfahren anhängig.
Zehn Dienstnehmer könnten jetzt ihren Job verlieren
Parallel dazu passt man derzeit das Zentrallager in Traiskirchen (Niederösterreich) strukturell an, um die Fixkosten deutlich zu senken. Bei Insolvenzeröffnung waren 37 Dienstnehmer beschäftigt, die bevorstehenden Schließungen könnten aber wohl voraussichtlich zehn Personen den Job kosten, so der AKV. Außerdem werden derzeit neben der operativen Sanierung auch weitere Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage geprüft. Dazu zählen etwa die Geltendmachung von Anfechtungsansprüchen sowie die Analyse von Forderungen und Zahlungsströmen innerhalb der Unternehmensgruppe.
Interio-Pleite: So sieht der Sanierungsplanvorschlag aus
Derzeit wird den Gläubigern seitens der Schuldnerin ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent angeboten. Eine abschließende Beurteilung der Angemessenheit und Erfüllbarkeit wird wesentlich von der Umsetzung der geplanten Restrukturierungsschritte sowie vom wirtschaftlichen Verlauf im fortgeführten Geschäftsbetrieb abhängen. Ziel bleibt jedenfalls „eine tragfähige Fortführungslösung“ und die „bestmögliche Quote“ für die Gläubiger, erklärt der AKV abschließend. Über den Sanierungsplan wird am 11. Juni 2026 abgestimmt.