Pensionserhöhung 2027 fix: Tabelle zeigt, wie viel du verlieren könntest
Nun ist klar: Die meisten Pensionen werden im kommenden Jahr wohl unter der Inflation erhöht werden. Den vollen Ausgleich bekommen lediglich Ausgleichszulagen-Bezieher. Was das jetzt konkret bedeutet, erfahrt ihr hier bei uns.
2,95 Prozent sind es, die fast alle Pensionisten im kommenden Jahr mehr aufs Konto bekommen werden. Ausnahmen bestätigen die Regel und sind für 2027 die knapp 190.000 Ausgleichszulagen-Bezieher (1.308,39 Euro brutto), bei denen die Pension um 3,3 Prozent und damit um die voraussichtliche Inflation erhöht wird. Außerdem gibt es auch wieder einen Deckel. Während dieser 2026 bei 2.500 Euro brutto war, wird die Auszahlungshöhe für 2027 erst bei der Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 Euro brutto mit einem Plus von 204,44 Euro monatlich gedeckelt. Alles dazwischen wird eben um 2,95 Prozent angehoben.
Wie viel Pension bekommst du netto?
Pensionistenvertreter unzufrieden mit Erhöhung unter Inflation
Die Seniorenvertreter kritisieren das Vorgehen der Regierung einerseits, wollen sie doch die volle Abgeltung, wie sie auch gegenüber 5 Minuten erklärten: Pensionisten kampfbereit: „Wenn es ums Sparen geht…“. Gleichzeitig merkt man aber auch als positiv an, dass immerhin für 99 Prozent der rund 2,6 Millionen Pensionisten in Österreich die Auszahlung um 2,95 Prozent erhöht wird. Zufrieden sei man damit aber freilich nicht. „Denn auch wenn mittlere Pensionen diesmal keine Deckelung bekommen, liegt die Anpassung mit 2,95 Prozent unter der Inflationsrate, während die Preise bei Wohnen, Energie und Lebensmitteln weiter steigen“, kritisiert etwa Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec.
Pensionserhöhung: Tabelle zeigt jetzt möglichen Verlust
Bernhard Angeler, der das online-Tool rechner.at betreibt, hat nun für 5 Minuten einige Werte berechnet, die zeigen, was die Erhöhung nun konkret bedeuten könnte. Dabei hat er auch die voraussichtlichen Steuerstufen für 2027 – Stichwort Kalte Progression – bereits eingerechnet, die Werte beruhen dennoch auf Modellrechnungen und dienen der unverbindlichen Orientierung, so Angeler. Einen Anhaltspunkt darüber, was die Erhöhung unterhalb der Inflation bedeutet, geben die Zahlen aber dennoch. Bei der Spalte „Verlust pro Jahr“ wird im Vergleich zu einer vollständigen Inflationsanpassung von 3,3 Prozent gerechnet. Alles dazu findet ihr hier auf 5min.at in der folgenden Tabelle. Genau berechnen lassen könnt ihr euch eure voraussichtliche Pension für 2027 auch hier online auf rechner.at.
| Bruttopension | Netto-Erhöhung monatlich | Netto-Verlust pro Jahr |
| 1.400 Euro | ca. 39 Euro | ca. 64 Euro |
| 1.600 Euro | ca. 44 Euro | ca. 73 Euro |
| 1.800 Euro | ca. 49 Euro | ca. 68 Euro |
| 2.000 Euro | ca. 53 Euro | ca. 60 Euro |
| 2.200 Euro | ca. 56 Euro | ca. 65 Euro |
| 2.400 Euro | ca. 59 Euro | ca. 71 Euro |
| 2.600 Euro | ca. 63 Euro | ca. 77 Euro |
| 2.800 Euro | ca. 65 Euro | ca. 93 Euro |
| 3.000 Euro | ca. 69 Euro | ca. 101 Euro |
| 3.200 Euro | ca. 73 Euro | ca. 108 Euro |
| 3.400 Euro | ca. 75 Euro | ca. 102 Euro |
| 3.600 Euro | ca. 78 Euro | ca. 108 Euro |
| 3.800 Euro | ca. 82 Euro | ca. 114 Euro |
| 4.000 Euro | ca. 85 Euro | ca. 119 Euro |
| 5.000 | ca. 102 Euro | ca. 149 Euro |
| 6.000 | ca. 118 Euro | ca. 179 Euro |
| 7.000 | ca. 131 Euro | ca. 197 Euro |
| 8.000 | ca. 131 Euro | ca. 197 Euro |
Pensionisten müssen auch eine „neue“ Gebühr bezahlen
Dass die Pensionen unter der Inflation angehoben werden, hat sich bereits abgezeichnet. Ein Viertelprozent und damit 280 Millionen Euro wollte die Regierung einsparen, unklar war lediglich, ob und falls ja wo ein Deckel eingesetzt wird. Zwischendurch wurde etwa über einen Deckel bei 3.000 Euro brutto gemunkelt und einer vollständigen Inflationsabgeltung für alle Pensionen darunter. Dieser Variante hat sich schlussendlich scheinbar nicht durchgesetzt. Dieses Jahr wird übrigens noch an einer anderen Front bei den meisten Österreichs Pensionisten gespart. Im November müssen nämlich auch sie die E-Card-Gebühr bezahlen: Im November: Neue Gebühr kostet zwei Millionen Pensionisten fast 27 Euro.
Transparenzhinweis:
Korrektur: In einer früheren Version des Artikels wurden statt der Netto-Verluste, die Brutto-Verluste angegeben. Mittlerweile stimmen die Netto-Verlust-Werte. Der Artikel wurde dahingehend am 21. Mai 2026 um 19.43 Uhr aktualisiert.