Bundesheer-Umfrage: 80 Prozent finden, Grundwehrdienst war richtig
Erst eingerückt, dann überzeugt: Eine neue Befragung zeigt, dass viele Grundwehrdiener in Österreich am Ende positiv auf ihre Zeit beim Bundesheer blicken. 80 Prozent sagen: Die Entscheidung war richtig.
Der Präsenzdienst kommt bei vielen jungen Menschen besser an als noch vor einigen Jahren. Laut einer Befragung von 4.200 Präsenzdienern am Ende ihres Grundwehrdienstes sehen 80 Prozent ihre Entscheidung zur Ableistung des Präsenzdienstes als richtig an. In den vergangenen fünf Jahren ist dieser Wert um 11 Prozentpunkte gestiegen. Die Ergebnisse wurden in der Publikation „Trendradar 1/2026“ des Bundesheeres zusammengefasst.
Tanner sieht Erfolg
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) sieht darin ein klares Signal für die Arbeit im Bundesheer. „Die Zahlen sprechen für sich: 80 % halten ihre Entscheidung für den Präsenz- oder Auslandsdienst für richtig. Das Meinungsbild zeigt ein hohes Vertrauen in Ausbildung, Führung und Kameradschaft beim Bundesheer. Die hohe Zustimmung unterstreicht außerdem die gute Arbeit, die täglich von den Ausbildnern des Bundesheeres geleistet wird“, sagt Tanner. Für sie zeigen die Werte auch, dass Maßnahmen zur Attraktivierung des Grundwehrdienstes Wirkung zeigen.
Ausbildung kommt an
Auch bei der Ausbildung fallen viele Rückmeldungen positiv aus. 72 Prozent der Befragten erleben ihre Ausbildung als sinnvoll. 79 Prozent finden, dass sie erlebnisreich gestaltet wird. Besonders deutlich ist der Wert bei der Behandlung durch Vorgesetzte: 84 Prozent berichten von respektvollem Umgang.
Weniger Belastung
Gleichzeitig fühlen sich weniger Rekruten durch den Grundwehrdienst belastet. Der Anteil jener, die eine Belastung empfinden, ist um fünf Prozent gesunken. Mehr als die Hälfte der Rekruten gibt an, durch ihre Tätigkeit im Präsenzdienst überhaupt nicht bis nur wenig belastet zu sein. Das zeigt: Für viele ist der Alltag beim Bundesheer offenbar gut bewältigbar.
Freizeit bleibt Thema
Kritischer sehen die Befragten die Balance zwischen Dienst und Freizeit. Rund 40 Prozent sind damit eher unzufrieden. Das Bundesheer erklärt das mit den unterschiedlichen Bedürfnissen der jungen Männer und Frauen sowie mit den Anforderungen der militärischen Ausbildung. Der Trendradar wird seit 2019 erstellt und soll intern auch dabei helfen, den Grundwehrdienst weiter zu verbessern.