Beispiele: Tausende Pensionisten bekommen ab 2027 mehr Netto vom Brutto
Während in den vergangenen Tagen in Zusammenhang mit der Pension nur über Kürzungen berichtet und diskutiert wurde, wird es im kommenden Jahr wohl auch Erleichterungen geben - zumindest für arbeitende Pensionisten.
Das kommende Doppelbudget erfordert von allen Österreichern einen Beitrag – so auch von den Pensionisten hierzulande. Diese müssen in den nächsten beiden Jahren mit einer geringeren Erhöhung rechnen. Was das für 2027 bedeutet, ist mittlerweile auch klar. Hier erfahrt ihr, wie stark die Pensionen ab Jänner steigen – Tabelle inklusive: Pensionserhöhung 2027: So viel Geld bekommen Millionen Österreicher mehr. Im Vergleich zur Inflation müssen die allermeisten Betroffenen allerdings Abstriche machen. Was das konkret im Geldbörserl bedeutet, haben wir ebenfalls in Erfahrung gebracht: Pensionserhöhung 2027 fix: Tabelle zeigt, wie viel du verlieren könntest. Es sind aber nicht nur Hiobsbotschaften, die Österreichs Älteste im kommenden Jahr erwarten. Die so genannte „Aktivpension“ soll sogar bis zu 15.000 Euro im Jahr wieder zurückbringen.
Aktivpension bringt „deutlich mehr Netto vom Brutto“
Im Rahmen einer „Pensionsreform für die Leistungsträgerinnen und Leistungsträger“ steht ab dem kommenden Jahr nämlich ein steuerbefreiter Zuverdienst von ebenjenen bis zu 15.000 Euro an. Damit möchte man sowohl den Wirtschaftsstandort als auch die weiterarbeitenden Menschen profitieren lassen. Bundeskanzler Christian Stocker spricht von „deutlich mehr Netto vom Brutto“, das die Aktivpension bringen soll. Dabei spricht man von der „größten Entlastungsmaßnahme der letzten Jahre“. Ebenfalls fallen wird für diese Personen dann übrigens der Dienstnehmerbeitrag zur Pensionsversicherung.
Welche Voraussetzungen gelten für die Aktivpension?
Dass man aber überhaupt einen Anspruch auf die Aktivpension hat, braucht es etwas. Einerseits muss man das Regelpensionsalter schon erreicht haben und über dieses hinaus weiterarbeiten. Gleichzeitig müssen Männer bereits 40, Frauen 34 Versicherungsjahre am Buckel haben. Diese Zahlen sollen bis 2033 angeglichen werden. Der Grund dafür liegt im aktuell noch niedrigeren Pensionsantrittsalter bei Frauen im Vergleich zu jenem der Männer hierzulande. Bis 2033 steigt dieses dann Schritt für Schritt an, ehe dann sowohl Frauen als auch Männer in Österreich bis 65 Jahren arbeiten müssen. Alles dazu auch hier: Pensionsalter: Wieso Österreicherinnen immer länger arbeiten müssen. Derzeit wären von der Maßnahme übrigens rund 150.000 Menschen betroffen, die über das Pensionsalter hinaus arbeiten. Die Maßnahme soll ab 1. Jänner 2027 gelten.
Bist du schon in Pension?
Was bringt die Aktivpension?
Was aber bedeutet das konkret? Laut Gewerkschaftsbund (ÖGB) spart jemand, der 2.000 Euro Pension bekommt und 2.000 Euro dazuverdient laut Regierungsberechnungen rund 7.000 Euro im Jahr. In Medienberichten, die auf Zahlen aus dem Finanzministerium fußen, zeigt man noch weitere Beispiele auf. Diese findet ihr in der folgenden Infobox aufgelistet. Gleichzeitig kann man übrigens auch allgemein länger weiterarbeiten, ohne nebenbei schon Pension zu beziehen. Auch dann gilt die neue Regelung und man wird entlastet, bekommt also teils deutlich mehr Netto vom Brutto.
Beispiele zeigen, was die neue Aktivpension ab 2027 bringen soll:
- 2.000 Euro Pension plus 2.000 Euro Zuverdienst im Monat: Ersparnis von rund 7.000 Euro im Jahr
- 1.700 Euro Pension plus 500 Euro Zuverdienst im Monat: Ersparnis von 1.630 Euro im Jahr
- 2.400 Euro Pension plus 1.250 Euro Zuverdienst im Monat: Ersparnis von 6.099 Euro im Jahr
- 3.000 Euro Pension plus 3.000 Euro Zuverdienst im Monat: Ersparnis von 8.296 Euro im Jahr