Ebola-Verdacht in Österreich: Patient in Spital isoliert
Eine aus Uganda zurückgekehrte Person wurde mit Ebola-Krankheitssymptomen in einem oberösterreichischen Krankenhaus isoliert. Eine erste Probe brachte vorerst Entwarnung.
Eine Person, die erst am Montag aus Uganda zurückgekehrt war, musste aufgrund von Ebola-Krankheitssymptomen in einem Krankenhaus in Oberösterreich isoliert aufgenommen werden. Wie die Landessanitätsdirektion und die Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung mitteilten, wurde umgehend nach den geltenden medizinischen Sicherheitsrichtlinien gehandelt.
Erste Blutprobe negativ
Eine erste Blutuntersuchung habe laut Behördenangaben kein Ebola-Virus nachgewiesen. Der Befund gilt allerdings noch nicht als endgültig. Zur Absicherung soll nun eine zweite Blutprobe untersucht werden. Bis zum Vorliegen des endgültigen Ergebnisses bleibt die betroffene Person isoliert in medizinischer Behandlung. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, wurde aus Datenschutzgründen nicht bekannt gegeben, berichten mehrere Medien.
Gesundheitszustand stabil
Nach Angaben des Behandlungsteams befindet sich die Person aktuell in stabilem Zustand. Noch im Laufe der nächsten Stunden soll sie mit einem speziellen Infektionstransport in eine Spezialklinik nach Wien überstellt werden. Welche Krankenhäuser konkret betroffen sind, wollten die Behörden nicht nennen. Parallel dazu haben die Gesundheitsbehörden bereits ein sogenanntes Kontaktpersonenmanagement eingeleitet. Dabei wird überprüft, mit welchen Personen die betroffene Person seit ihrer Rückkehr nach Österreich Kontakt hatte.
Ebola-Ausbruch in Afrika verschärft sich
Die Person war zuvor in Uganda unterwegs. Das ostafrikanische Land ist derzeit vom aktuellen Ebola-Ausbruch betroffen, 5 Minuten hat berichtet: Starker Anstieg von Ebola-Fällen: Mehr als 100 Österreicher im Kongo und Uganda. Besonders kritisch ist die Lage laut internationalen Gesundheitsbehörden auch in der Demokratischen Republik Kongo. Dort wurden bereits mehr als 900 Verdachtsfälle und über 200 Todesfälle registriert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, dass sich die Situation weiter zuspitzen könnte. Beim aktuellen Ausbruch handelt es sich um den sogenannten Bundibugyo-Typ des Ebola-Virus. Besonders problematisch: Für diese seltene Virusvariante gibt es derzeit weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezielle Therapie. Ebola zählt nach wie vor zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten weltweit und kann lebensbedrohliche Verläufe verursachen.