Ab Juni: Für diese Österreicher kostet der Arztbesuch jetzt mehr
Die Versicherung öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau (BVAEB) hat nun angekündigt, den Behandlungsbeitrag von zehn auf 20 Prozent anzuheben - und das bereits mit 1. Juni 2026.
Wie man auf der hauseigenen Website bekanntgibt, wird man bei der BVAEB den Behandlungsbeitrag (auch Selbstbehalt) für Versicherte von zehn auf 20 Prozent mit 1. Juni 2026 erhöhen. Als Grund gibt man an, dass man trotz der angespannten Budgetsituation das Leistungsniveau auch in Zukunft weiter sicherstellen möchte. Immerhin: „Für Versicherte/Familien mit geringem Einkommen gibt es nach wie vor die Möglichkeit zur Befreiung bzw. Nachsicht vom Behandlungsbeitrag.“
Wann man einen Behandlungsbeitrag leisten muss:
- ein mit der Konsultation des Vertragspartners verbundenes, von konkreten Verrichtungen unabhängiges Grundhonorar, wie zum Beispiel Ordinationen oder Visiten
- ärztliche Diagnose- und Therapiegespräche
- bildgebende Diagnoseverfahren, wie zum Beispiel Röntgen, Sonografie oder Computertomografie
- Laboruntersuchungen
- Physiotherapie
- Psychotherapie
- konservierende, chirurgische und kieferorthopädische Zahnbehandlung
- Zahnersatz
- elektrokardiografische Untersuchungen
- ergometrische Untersuchungen
Im April 2016 Behandlungsbeitrag von 20 auf 10 Prozent halbiert
Vor ziemlich genau zehn Jahren, am 1. April 2016, hat die BVAEB (damals noch nur für die öffentlichen Bediensteten verantwortlich) den Behandlungsbeitrag von 20 auf zehn Prozent halbiert. Nun kommt also der Schritt in die andere Richtung, die Selbstbehalte betragen ab Montag, 1. Juni, wieder 20 Prozent. In der Regel wird der Behandlungsbeitrag übrigens erst im Nachhinein fällig.