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Die AK fordert mehr Gerechtigkeit im Steuersystem.

„Wir brauchen mehr Steuergerechtigkeit“: AK fordert Reform

Das aktuelle Steuersystem gerät laut Arbeiterkammer immer mehr in Schieflage. Deshalb hat sie konkrete Forderungen formuliert, um die soziale Ungleichheit abzubauen.

von Stella Sabitzer Das Bild auf 5min.at zeigt die Online-Redakteurin Stella Sabitzer von 5 Minuten Österreich.
2 Minuten Lesezeit(335 Wörter)
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Nach wie vor ist es laut der Arbeiterkammer so, dass Beschäftigte und Konsumenten rund 80 Prozent aller Steuern zahlen. Rund 56 Prozent stammen dabei aus Lohnabgaben, weitere 21 Prozent leisten Konsumenten. „Es kann nicht sein, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Konsumentinnen und Konsumenten den Großteil der Steuerlast tragen. Wir brauchen endlich mehr Steuergerechtigkeit. Wer viel hat, soll auch mehr beitragen“, sagt AK-Präsident Andreas Stangl.

AK fordert mehr Steuern auf Vermögen und Gewinne

Klar ist, dass Steuern wichtige Leistungen finanzieren. Ohne sie würden zentrale öffentliche Aufgaben, von der Pflege bis zur sozialen Absicherung, nicht verlässlich funktionieren. Gleichzeitig sollen aus Sicht der Arbeiterkammer Menschen mit mehr Vermögen auch mehr Steuern beitragen. Das soll soziale Ungleichheit abbauen und die Finanzierung dort stärken, wo der Bedarf wächst. Denn 2025 machten vermögensbezogene Steuern, wie Grunderwerbsteuer und Grundsteuer, nur noch 1 Prozent aller Abgaben und Steuern aus. Auch die Steuern auf Gewinne und Kapitalerträge sind zurückgegangen. Sie machten etwa 14,2 Prozent aller Abgaben und Steuern aus. Allein die beiden Senkungen der Körperschaftsteuer in den Jahren 2023 und 2024 kosteten den Staat im vergangenen Jahr 1,1 Milliarden Euro an Einnahmen.

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Geld für wichtige Leistungen würden fehlen

Die geplante Anhebung der Körperschaftsteuer ab 2028 stellt laut Arbeiterkammer zwar einen Schritt in die richtige Richtung dar, bleibt mit rund 300 Millionen Euro aber deutlich hinter früheren Steuersenkungen zurück. Auch die fehlende Besteuerung großer Erbschaften verschärfe die Vermögensungleichheit. Insgesamt würde dadurch Geld für wichtige Leistungen wie Bildung, Pflege und Gesundheit fehlen.

Das fordert die AK

Die Arbeitnehmer müssen aus Sicht der AK Oberösterreich entlastet und die Einnahmen aus vermögensbezogenen Steuern erhöht werden. Im Bereich der vermögensbezogenen Steuern tritt die AK Oberösterreich für eine Besteuerung von Nettovermögen ab 1 Million Euro und für eine reformierte Erbschaftssteuer für Erbschaften ab 1 Million Euro netto ein. Zudem müssen die Senkungen der Körperschaftsteuer der letzten Jahre vollständig zurückgenommen werden.

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