Großer Jubel: Österreich bekommt einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat
Nach 15 Jahren Arbeit ist es jetzt fix: Österreich bekommt einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat. Jetzt fiel die finale Entscheidung.
15 Nationen gehören dem Gremium, dessen Beschlüsse für sämtliche UN-Staaten bindend sind, an. Bei der geheimen Wahl in der UNO-Generalversammlung erreichte Österreich 131 Stimmen – um drei weniger als Portugal, das ebenfalls einen Sitz bekam. Deutschland ging bei der Wahl leer aus.
Österreich hatte sich bereits zum vierten Mal beworben
Österreich bewarb sich bereits zum vierten Mal um einen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, der aus fünf ständigen und zehn nicht ständigen Mitgliedern besteht. Die drei vorherigen Kandidaturen waren erfolgreich. Bei der letzten Bewerbung um einen nicht ständigen Sitz für die Amtsperiode 2009/2010 konnte sich Österreich in einem Dreikampf mit der Türkei und Island nur knapp die erforderliche Zweidrittelmehrheit sichern.
Große Freude nach Bekanntwerden des Ergebnisses
USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich haben einen ständigen Sitz. Österreich ist nun auch unter den temporären Mitgliedern vertreten. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses brach in der von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) angeführten österreichischen Delegation großer Jubel aus. Sie nahm persönlich an der Sitzung teil.
UNO-Sicherheitsrat als mächtigstes Gremium der Vereinten Nationen
Deutschland ging im Dreierrennen um zwei westeuropäische Sitze mit nur 104 Stimmen leer aus. Für die Wahl brauchte es eine Zweidrittelmehrheit von 127 der 190 Stimmen. Der Sicherheitsrat ist das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen. Den Ländern mit ständigen Sitzen steht es zu, Entscheidungen des Rates mit ihrem Veto zu blockieren. Durch die Ingebrauchnahme kommt immer wieder zu öffentlichen Diskussionen über eine mögliche Reform des UNO-Sicherheitsrates.