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Foto auf 5min.at zeigt eine Frau und eine Kirche.
Fronleichnam ist in ganz Österreich frei - gefeiert wird allerdings nicht der freie Donnerstag, sondern der katholische Glaube an Jesus in Brot und Wein.

Fronleichnam: Darum haben wir heute einen Feiertag

In ganz Österreich ist Fronleichnam ein gesetzlicher Feiertag. Viele haben frei, andere ziehen mit Fahnen, Musik und Gebeten durch die Orte. Doch worum geht es dabei eigentlich?

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(301 Wörter)
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Fronleichnam gehört zu den wichtigsten Festen der katholischen Kirche. Offiziell heißt der Feiertag „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“. Gefeiert wird er immer 60 Tage nach Ostern, also am zweiten Donnerstag nach Pfingsten. In Österreich ist Fronleichnam ein gesetzlicher Feiertag. Deshalb bleiben an diesem Tag auch viele Geschäfte geschlossen. Für viele bedeutet das ein verlängertes Wochenende – für katholische Gläubige steht aber die Eucharistie im Mittelpunkt. Welche Geschäfte trotzdem offen haben, erfährst du hier: Lidl, HOFER, BILLA, SPAR: Diese Geschäfte sind zu Fronleichnam offen.

Darum geht es bei Fronleichnam:

Der Name „Fronleichnam“ klingt heute für viele seltsam. Er kommt aus dem Mittelhochdeutschen: „vron“ bedeutet „Herr“, „licham“ bedeutet „Leib“. Gemeint ist also der „Leib des Herrn“. Es geht nicht um eine Leiche, sondern um den katholischen Glauben, dass Jesus Christus in der Eucharistie gegenwärtig ist. Brot und Wein erinnern dabei an das letzte Abendmahl.

Warum im Juni?

Inhaltlich hängt Fronleichnam eng mit dem Gründonnerstag zusammen. An diesem Tag erinnert die Kirche an das letzte Abendmahl Jesu. Weil die Karwoche aber eine stille Zeit ist, passt ein großes Fest mit Prozessionen dort nicht hinein. Darum wird Fronleichnam später gefeiert. Je nach Osterdatum fällt der Feiertag frühestens auf den 21. Mai und spätestens auf den 24. Juni.

So wird gefeiert

Typisch für Fronleichnam ist die Prozession. Dabei wird eine geweihte Hostie in einer Monstranz durch Straßen, Orte oder über Plätze getragen. Die Monstranz ist ein kostbar gestaltetes Gefäß, in dem die Hostie sichtbar ist. Viele Gläubige begleiten den Zug mit Gebeten, Liedern, Fahnen und Musik. Damit zeigen sie ihren Glauben nicht nur in der Kirche, sondern auch draußen im Alltag.

Lange Tradition

Das Fest wurde erstmals 1247 im Bistum Lüttich gefeiert. 1264 wurde es von Papst Urban IV. als Fest für die ganze Kirche eingeführt. Heute steht bei Fronleichnam auch der Segen für die Menschen, ihre Lebenswelt und die Schöpfung im Mittelpunkt. Die Prozession zeigt: Nach katholischem Glauben ist Christus mit den Menschen unterwegs – mitten in den Orten, Städten und Straßen.

Das Wichtigste zu Fronleichnam auf einen Blick

  • Feiertag: Fronleichnam ist in Österreich ein gesetzlicher Feiertag.
  • Datum: Gefeiert wird immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten.
  • Bedeutung: Offiziell heißt das Fest „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“.
  • Name: „Fronleichnam“ bedeutet „Leib des Herrn“.
  • Glaube: Im Mittelpunkt steht die Eucharistie, also die Gegenwart Jesu in Brot und Wein.
  • Brauch: In vielen Orten gibt es Messen und Prozessionen durch Straßen und Plätze.
  • Zeichen: Bei der Prozession wird eine geweihte Hostie in einer Monstranz getragen.
  • Tradition: Das Fest wird seit dem 13. Jahrhundert gefeiert.
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