ÖFB-Team hebt zur WM ab: „Wir sind bereit für diese Reise“
In Wien-Schwechat ging es für das ÖFB-Team am Donnerstag steil bergauf: Richtung WM in den USA, Kanada und Mexiko. Mit an Bord: große Träume, kleine Glücksbringer und viele rot-weiß-rote Hoffnungen.
In den vergangenen Tagen gab es vor allem für Christoph Baumgartner bittere Nachrichten. Bei der Verabschiedung des Nationalteams am Flughafen Wien-Schwechat war er trotzdem spürbar dabei. Die Teamspieler rollten vor dem Abflug ein Plakat für den verletzt fehlenden „Baumi“ aus. Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen richtete Worte an ihn. „Ganz Österreich möchte Sie trösten“, sagte er. Baumgartner sei noch jung, es würden sich weitere Möglichkeiten ergeben. Dieses Mal habe er Pech gehabt, beim nächsten Mal werde er entsprechendes Glück haben.
Glück im Gepäck
Ganz ohne Glück wollte Van der Bellen die Mannschaft nicht abheben lassen. Für das Team gab es kleine Glücksbringer als Mitbringsel. Darauf stand: „Ein Ziel ist ein Traum mit Termin“ – mit Blick auf das WM-Finale. Der Bundespräsident meinte, er habe der Mannschaft schon oft alles Gute gewünscht. Dieses Mal wolle er ihr auch Glück wünschen. Schließlich sei Fußball ein Spiel, in dem Glück und Unglück oft eng beieinander liegen. Und in Österreich werde man sich mit dem Team freuen, wenn es gut läuft.
„Bereit für diese Reise“
Kapitän David Alaba sprach für die Mannschaft. Er erinnerte an Höhen und Tiefen in den vergangenen Jahren. Für viele Spieler sei es ein Traum gewesen, Fußballprofi zu werden, für Österreich zu spielen und einmal bei einer Weltmeisterschaft dabei zu sein. „Heute ist der Tag gekommen, wo dieser Traum in Erfüllung geht“, sagte Alaba. Dann wurde es kurz, klar und ziemlich österreichisch: „Ich glaube, wir sind bereit für diese Reise, wir haben lange auf diesen Tag gewartet. Gemma Burschen, danke euch.“
Fans sagen Servus
Auch Fans waren am Flughafen dabei, um dem ÖFB-Team eine gute Reise zu wünschen. Fahnen, Schilder und viele Blicke Richtung Rollfeld begleiteten den Abflug. Aus der Verabschiedung wurde so ein rot-weiß-roter Moment zwischen Vorfreude und Anspannung. Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) hob zudem die Rolle der Spieler als Vorbilder hervor. Sie würden Kinder motivieren, sich zu bewegen, aber auch stolz auf Österreich zu sein. Er wünschte dem Team, dass Strategien aufgehen und der Teamgeist am Spielfeld spürbar wird.
Erst Los Angeles, dann WM
Das ÖFB-Team hob am Donnerstagvormittag Richtung Los Angeles ab. Von dort geht es für die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick weiter ins WM-Basecamp im Hotel „Ritz-Carlton Bacara“ in Goleta bei Santa Barbara, direkt an der kalifornischen Pazifikküste. Sportlich wird es ab 17. Juni ernst: Dann wartet in Santa Clara das Auftaktspiel gegen Jordanien. Danach geht es am 22. Juni in Dallas gegen Weltmeister Argentinien und am 28. Juni in Kansas City gegen Algerien weiter. Die wilde Reise hat begonnen und Österreich schaut mit.