Aufgrund Erhöhung des Pensionsantrittsalters: Jede Dritte Frau von 60-64 erwerbstätig
Das erste Quartal 2026 des Arbeitsmarktes zeigt, dass laut Statistik Austria um 20 200 mehr 60- bis 64-jährige Frauen erwerbstätig waren als im
Vorjahresquartal. Hauptgrund sei die Erhöhung des Eintrittsalters für die Pension.
„Im 1. Quartal 2026 ist im Vergleich zu den ersten 3 Monaten des Vorjahres die Zahl der Erwerbstätigen um 24 800 gestiegen. Der Beschäftigungszuwachs entfiel zum Großteil auf Frauen in den höheren Altersgruppen. In der Gruppe der 60- bis 64-jährigen Frauen gab es einen Zuwachs von 20 200 Erwerbstätigen im Vergleich zum 1. Quartal 2025. Damit ist die Erwerbstätigenquote der Frauen dieses Alters um 5,4 Prozentpunkte gestiegen. Aktuell ist fast jede dritte 60- bis 64-jährige Frau erwerbstätig“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria. Hauptgrund für diesen Anstieg ist die schrittweise Erhöhung des Pensionsantrittsalters der Frauen seit Anfang 2024. Während vor Beginn dieser Anhebung (1. Quartal 2023) nicht einmal jede fünfte Frau (18,7 %) dieser Altersgruppe erwerbstätig war, ist es aktuell bereits jede dritte (32,2 %).
Erwerbsbeteiligung steigt
Im 1. Quartal 2026 waren durchschnittlich 4 468 900 Personen ab 15 Jahren nach internationaler Definition erwerbstätig und damit um 24 800 mehr als im 1. Quartal des Vorjahres. Die Erwerbstätigenquote, also der Anteil der Erwerbstätigen an allen Personen von 15 bis 64 Jahren, stieg damit seit dem Vorjahr auf 73,9 % (+0,4 Prozentpunkte). Besonders stark erhöhte sich erneut die Quote der 60- bis 64-Jährigen: Im 1. Quartal 2026 waren 40,2 % dieser Altersgruppe erwerbstätig, das sind um 3,0 Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor. Während im 1. Quartal 2023 18,7 % der 60- bis 64-jährigen Frauen – also knapp jede fünfte – erwerbstätig waren, stieg dieser Anteil im 1. Quartal 2024 auf 23,2 % (+4,5 Prozentpunkte) und im Quartal 2025 weiter auf 26,8 % (+3,6 Prozentpunkte). Im 1. Quartal 2026 lag die Erwerbsbeteiligung schließlich bei 32,2 % (+5,4 Prozentpunkte), womit inzwischen fast jede dritte Frau dieser Altersgruppe erwerbstätig ist. Auch bei Männern derselben Altersgruppe nahm die Erwerbsbeteiligung zu, jedoch deutlich schwächer.
Arbeitslosenquote hat sich erhöht
Die Zahl der Arbeitslosen nach internationaler Definition ist abermals gestiegen. Im 1. Quartal 2026 waren insgesamt 301 900 beschäftigungslose Personen aktiv auf Arbeitssuche und für die Arbeitsaufnahme verfügbar, und damit um 17 700 mehr als im Vorjahresquartal. Die Arbeitslosenquote stieg damit gegenüber dem Vorjahresquartal leicht auf 6,3 %. Dabei war bei Männern ein geringerer Zuwachs (+0,1 Prozentpunkte auf 6,7 %) zu verzeichnen als bei Frauen (+0,5 Prozentpunkte auf 5,9 %). Der stärkere Anstieg bei arbeitslosen Frauen konzentrierte sich im Quartal 2026 dabei ausschließlich auf die jüngeren Altersgruppen: Besonders ausgeprägt war er bei den 25- bis 34-jährigen Frauen, deren Arbeitslosenquote um 1,9 Prozentpunkte auf 7,4 % anstieg.