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/ © Katharina Widmann
Foto auf 5min.at zeigt den mit Schnee bedeckten Mittagskogel.
Der Winter 2025/26 brachte den Alpen viel Sonne, wenig Schnee und extreme Trockenheit.

Kaum Schnee: Winter 2025/26 zählt zu trockensten seit 1991

Der Alpenraum blickt auf ein außergewöhnlich trockenes Winterhalbjahr zurück. Auch in Österreich fehlte vielerorts Schnee, während es in den Tälern oft kalt und trüb blieb.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(490 Wörter)
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Von November 2025 bis April 2026 war das Winterhalbjahr im Alpenraum sonnig, relativ mild und sehr niederschlagsarm. Das zeigt die gemeinsame Auswertung von Deutschem Wetterdienst, MeteoSchweiz und GeoSphere Austria. Im Vergleich zum Klimamittel 1991 bis 2020 gab es, wie schon im Vorjahr, deutlich weniger Schnee. Die mittleren Schneehöhen im DACH-Alpenraum zählen zu den fünf niedrigsten seit 1991. Gleichzeitig lag die Temperatur um 1,1 Grad über dem Klimamittel. Damit setzte sich der Erwärmungstrend fort, auch wenn es etwas weniger warm war als im Winterhalbjahr davor.

Extrem trocken

Besonders auffällig war die Trockenheit. In den Nordalpen war es der zweittrockenste Winter seit 1991, in den Südalpen sogar der trockenste. Von Dezember bis Anfang Februar fehlten ergiebige Schneefälle fast vollständig, teils lagen die Niederschläge bis zu 70 Prozent unter dem üblichen Wert. Ab 10. Februar änderte sich die Lage kurz: Bis 24. Februar fiel in fast allen Alpenregionen des DACH-Raumes so viel Niederschlag, dass die Monatsbilanz positiv wurde. Im Wallis, in Graubünden, in Osttirol sowie von den Lechtaler Alpen bis zu den Chiemgauer Alpen gab es ein Plus von 75 bis 150 Prozent. Ausgleichen konnte das die vorherige Trockenheit aber nicht.

Unten kalt

Der Winter brachte auch viele Inversionslagen. Dabei ist es im Tal kälter als in der Höhe. Während oben am Berg oft klare Luft, blauer Himmel und gute Sicht herrschten, blieb es unten in den Tälern kalt und trüb. Ein Hinweis darauf sind Tage mit Nebel oder Hochnebel über den Niederungen. In Klagenfurt und auf der Villacher Alpe wurden in den vergangenen beiden Wintern 27 beziehungsweise 30 solcher Tage gezählt. Das vieljährige Mittel liegt dort bei 17,3 Tagen. Dazu kommt: Bei solchen Wetterlagen können sich Schadstoffe in der Luft anreichern.

Nordlichter sichtbar

Neben Trockenheit und milden Temperaturen brachte das Winterhalbjahr auch auffällige Erscheinungen am Himmel. Trotz bereits überschrittenem Maximum des aktuellen Sonnenzyklus war die Sonnenaktivität weiterhin spürbar. Mehrere Sonnenstürme erreichten im November die Erde, weitere Ereignisse folgten. Der Höhepunkt wurde am 19. Jänner 2026 erreicht. Ein besonders kräftiger Ausbruch auf der Sonne löste einen starken geomagnetischen Sturm aus. In dieser Nacht waren auch im Alpenraum beeindruckende Nordlichter zu sehen. Am 30. März kam es nochmals zu einem geomagnetischen Sturm, dieser fiel aber schwächer aus.

Alpen betroffen

Die Autoren des Alpenklimaberichts betonen, dass der Alpenraum besonders stark von den Folgen des menschlichen Treibhausgasausstoßes betroffen ist. Sie schreiben: „In diesem hochsensiblen Gebiet sind die Auswirkungen des Klimawandels deutlich sichtbar. Es gibt immer weniger Schnee, die Gletscher verlieren deutlich an Masse und im Sommer wird Hitze auch in höheren Lagen zu einem immer größeren Problem. Diese Veränderungen machen nicht an den Landesgrenzen halt und betreffen die gesamte Alpenregion gleichermaßen. Umso wichtiger sind deswegen grenzübergreifende Informationen über die klimatologische Entwicklung im Alpenraum.“ Gemessen wird in den Alpen teils schon seit langer Zeit, etwa am Sonnblick Observatorium der GeoSphere Austria seit September 1886.

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