Herzzerreißend: So kämpft ein Hof um verwaiste Tierbabys
Ob verwaiste Feldhasen-Babys, geschwächte Igel oder verletzte Vögel: der Assisi-Hof in Stockerau hat 2025 über hundert Wildtiere gerettet und gesund gepflegt. Nun brauchen die Helfer aber selbst Hilfe!
Doch braucht der Österreichische Tierschutzverein für den notwendigen Ausbau seiner Wildtierstation dringend Unterstützung. „Wildtiere zu retten, medizinisch zu versorgen und fast rund um die Uhr zu betreuen, ist extrem aufwendig und herausfordernd“, weiß Hofleiterin Stephanie Lang. „Der Ausbau der Wildtierstation ist daher kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, um die Überlebenschancen der Tiere zu sichern. Dafür benötigt der Assisi-Hof in Stockerau jetzt dringend die Hilfe von Tierfreunden.“
Ausnahmezustand im Frühling
„Besonders im Frühling und im Herbst herrscht bei uns Ausnahmezustand“, erklärt Hofleiterin Stephanie Lang. „Wenn im Frühjahr die hilflosen Feldhasen-Babys zu uns kommen, beginnt ein wahrer Pflegemarathon.“ Die Aufzucht der extrem empfindlichen Jungtiere mit der Flasche ist eine Gratwanderung: Schon ein kleiner Fehler kann tödlich sein. Ohne modernste Inkubatoren haben die Winzlinge kaum eine Chance. Heuer kamen zu den Hasenbabys auch noch zahlreiche Eichhörnchen-Waisen und hungrige Jungvögel hinzu.
Mit den Spenden sollen folgende Kernbereiche finanziert werden:
• Professionelle Inkubatoren: Sie spenden Neugeborenen die lebensnotwendige Wärme des Muttertieres.
• Eigene Quarantänestationen: Sie verhindern, dass sich gesunde Tiere bei infizierten Patienten anstecken.
• Getrennte Pflegebereiche: Vögel und Säugetiere werden räumlich getrennt, um stressfördernden Feindkontakt zu vermeiden.
• Sterile Behandlungsräume: Verletzungen müssen unter keimfreien Bedingungen versorgt werden, um Infektionen zu verhindern.
So kannst du helfen.
Herausforderung: Igel-Krise im Herbst
Hofleiterin Stephanie Lang betont: „Fast noch dramatischer ist die Lage im Herbst. Dann werden unzählige geschwächte und von Parasiten befallene Igel bei uns abgegeben.“ Im Jahr 2025 brachte dieser enorme Andrang den Assisi-Hof an seine Kapazitätsgrenzen. Ohne ein starkes Netzwerk aus ausgewählten Pflegestellen hätten viele der unterernährten Stacheltiere den Winter nicht überlebt.
Jede Spende schenkt eine zweite Chance
Jeder Euro hilft dabei, die neue Wildtierstation zu errichten und die dringend benötigten Geräte anzuschaffen. „Damit aus einem geschwächten Igel oder einem verwaisten Hasen-Baby wieder ein gesundes Wildtier wird, das zurück in die Freiheit kann, sind wir auf die Unterstützung der Tierfreunde angewiesen“, betont Hofleiterin Stephanie Lang.