2025: Österreicher schenken Verwandten 11,6 Milliarden Euro
Die Statistik der Schenkungen des Vorjahres zeigt: In Österreich wurden auch 2025 wieder Unsummen verschenkt. So wurden alleine unter Verwandten fast 11,6 Milliarden Euro verschenkt. Was ihr darüber jetzt wissen müsst.
Insgesamt waren es mehr als 12,5 Milliarden Euro, die in verschiedenster Form im Vorjahr in Österreich meldepflichtig verschenkt wurden. 980 Millionen haben zwischen Personen, die nicht miteinander verwandt sind, den Besitzer gewechselt, bei den restlichen Schenkungen waren es Verwandte, die beschenkt wurden, wie eine Statistik des Finanzministeriums, die 5 Minuten vorliegt, zeigt. Die größte Bargeldschenkung hatte es dabei in sich. 131 Millionen Euro sollen nämlich 2025 so den Besitzer gewechselt haben – 5 Minuten hat zuerst berichtet.
Wie sich das Verwandtschaftsverhältnis auf die Schenkungen 2025 auswirkte
Sieht man sich nun das Verwandtschaftsverhältnis an, ergibt sich eben ein deutlicher Unterschied. Mehr als 12 Mal so viel wurde zwischen Verwandten meldepflichtig verschenkt als zwischen Personen, die nicht miteinander verwandt sind. Zwischen Verwandten Personen waren das dabei, wie die Statistik zeigt, fast 31.000 anzeigepflichtige Schenkungen, bei nicht Verwandten waren es „nur“ 4.775. Einen bedeutenden Unterschied gab es auch, wenn man sich den Mittelwert der Schenkungen ansieht. Waren die betroffenen Personen miteinander verwandt, lag dieser bei mehr als 374.000 Euro. Waren sie nicht verwandt, war der Mittelwert nur knapp über 205.000 Euro. In der folgenden Tabelle findet ihr die wichtigsten Daten dazu aufgelistet.
| Verhältnis | Anzahl | Summe (in Euro) | Mittelwert (in Euro) |
| Verwandt | 30.953 | 11,59 Milliarden | 374.397,24 |
| Nicht verwandt | 4.775 | 980,1 Millionen | 205.253,17 |
Was alles verschenkt werden kann
Schenkungen können übrigens nicht nur aus Bargeld bestehen. Es gibt sie in unterschiedlichster Art – etwa auch in Form von Kapitalforderungen, Betrieben und Anteilen an Kapital- oder Personengesellschaften. Die meisten anzeigepflichtigen Schenkungen bestanden aber freilich aus Bargeld. 4,3 Milliarden Euro wurden so verschenkt. Die zweithöchste Summe kam bei Anteilen an Kapital-Gesellschaften zusammen, hier waren es bei knapp über 4.000 Schenkungen 3,66 Milliarden Euro, die 2025 den Besitzer gewechselt haben. Eine genaue Auflistung findet ihr wieder in der folgenden Tabelle.
| Art der Schenkung | Anzahl | Summe (in Euro) | Mittelwert (in Euro) |
| Bargeld | 22.220 | 4,3 Milliarden | 193.817,90 |
| Kapitalforderungen | 4.187 | 2,88 Milliarden | 686.758,97 |
| Anteile an Kapital-Gesellschaften | 4.063 | 3,66 Milliarden | 899.773,96 |
| Stille Gesellschaften | 49 | 13,6 Millionen | 278.395,67 |
| Anteile an Personen-Gesellschaften | 355 | 923,5 Millionen | 2.601.405,55 |
| Betriebe | 1.158 | 201 Millionen | 173.592,73 |
| bewegliches Vermögen | 1.012 | 235 Millionen | 232.228,96 |
| immaterielles Vermögen | 2.684 | 357,75 Millionen | 133.289,89 |
Wann Schenkungen in Österreich anzeigepflichtig sind
Übrigens: Diese hohen Schenkungssummen gelten als „Zweckzuwendungen unter Lebenden“. Heißt auch: Für Erbschaften oder Schenkungen von Grundstücken gibt es keine Anzeigepflicht. Und: Schenkt man im Jahr an einen Angehörigen (Familienmitglied) weniger als 50.000 Euro oder innerhalb von fünf Jahren weniger als 15.000 Euro an jemanden, mit dem man nicht verwandt ist, muss man das ebenfalls nicht melden. Die insgesamte Schenkungssumme des Vorjahres wird also noch einmal deutlich höher sein als jene 12,5 Milliarden Euro, die anzeigepflichtig waren.