Schafskälte: Schneefallgrenze in Österreich sinkt
Die so genannte "Schafskälte" hält in den nächsten Tagen in Österreich Einzug. Mit im Gepäck hat sie auch eine sinkende Schneefallgrenze. Stellenweise könnte es dann auf bis zu unter 2.000 Metern schneien.
Am Montag und Dienstag, 8. und 9. Juni 2026, erwarten die Österreicher noch stellenweise kräftige Gewitter. Wann und wo genau vor diesen gewarnt wird, könnt ihr hier nachlesen: Kräftige Gewitter, Kaltfront: Was Österreich jetzt erwartet. Vor allem jene am Dienstag kommen im Zuge einer Kaltfront. Die Schafskälte, die häufig Anfang bis Mitte Juni eintritt, kündigt sich an und bringt neben einer deutlichen Abkühlung auch eine sinkende Schneefallgrenze.
So stark sinken die Temperaturen in Österreich
Im Vergleich zum Montag gehen die Temperaturen zur Wochenmitte um teilweise bis zu zehn Grad zurück. Statt 30 werden die Spitzenwerte dann nur noch 22 Grad erreichen, stellenweise liegen die Höchstwerte nur noch bei 14 Grad, berichten die Meteorologen der GeoSphere Austria nun.
Schnee bis unter 2.000 Meter? Wie weit es in Österreich herunterschneien könnte
Den Winter bringt die Schafskälte freilich nicht nach Österreich zurück. Hier und da könnte es aber vor allem im Hochgebirge wieder etwas weißer werden. In der Obersteiermark etwa sinkt am Mittwoch die Schneefallgrenze bis Abend hin auf gegen 2.000 Meter ab. Ähnlich klingt die Prognose der Experten derzeit für Tirol und Vorarlberg. Meteorologe Sigi Fink prognostiziert auf Facebook sogar ein Fallen der Schneefallgrenze auf gegen 1.700 Meter. Wie weit runter es schließlich tatsächlich schneien wird, wird sich dementsprechend zeigen und ist aktuell noch nicht gänzlich klar. Klar ist jedoch, dass es zu einem Temperatursturz kommen wird.
Was ist die Schafskälte?
Ausgelöst durch zuströmende Polarluft kann es Mitte Juni oft noch zu Kälteeinbrüchen in Österreich kommen. Solche Szenarien werden oft auch „Schafskälte“ genannt. Wie kommt es aber zu dem Namen? Genau wie bei den Bauernregeln handelt es sich auch hier um traditionelle Wetterbezeichnungen. Ab Juni wurden nämlich in der Regel die Schafe geschoren. Kommt es danach dann noch zu einem Kälteeinbruch, frieren die Tiere. Die Schafskälte tritt freilich nicht jedes Jahr ein, zudem gibt es auch keinen einheitlichen Schwellenwert, ab dem man von der Schafskälte spricht.