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/ ©Fotomontage: Pexels / andrea-piacquadio & Canva
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt einen Mann, der gerade aus dem Auto schaut und eine Hand mit Euroscheinen.
Verkehrssünden im Ausland können dich sehr viel Geld kosten.

Urlauber aufgepasst: Diese Verkehrssünden im Ausland kosten viel Geld

Die Urlaubszeit hat begonnen, viele Österreicher fahren mit dem Auto weg. Aber Achtung, es gibt diesbezüglich einiges zu beachten.

von Amélie Meier Das Foto auf www.5min.at zeigt die Mitarbeiterin Amelie Meier von 5min.at
3 Minuten Lesezeit(521 Wörter)
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Viele Österreicher fahren in die Nachbarländer oder auch weiter. mit ihrem Auto. Aber auch dort muss man sich an die geltenden Verkehrsregeln halten, sonst kann es mitunter teuer werden.

Strafen im Ausland oft höher

Wer mit dem Auto oder Motorrad ins Ausland reist, sollte nicht nur die Route, sondern auch die dort geltenden Verkehrsregeln kennen. Die Unterschiede zu Österreich sind oft größer als gedacht – und die Strafen bei Verstößen deutlich höher. „Gerade in beliebten Urlaubsländern kann eine kleine Unachtsamkeit schnell mehrere hundert Euro kosten – oder am Ende sogar das Fahrzeug“, erklärt ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner. „Es halten sich immer noch viele Irrtümer und Mythen rund um Verkehrsstrafen im Ausland – aber Unwissenheit schützt nicht vor Strafe. Deshalb empfehlen wir, sich vor Reiseantritt unbedingt über die Vorschriften im Zielland zu informieren.“

Italien ist bei Alkosündern sehr streng

„Wer alkoholisiert am Steuer sitzt, riskiert höchstens eine Geldstrafe.“ In Italien kann das Fahrzeug beschlagnahmt werden, wenn der Fahrer mit 1,5 Promille oder mehr unterwegs ist und zugleich als Eigentümer:in eingetragen ist. Spanien geht noch einen Schritt weiter – hier droht ab 1,2 Promille sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Monaten. Bereits ab 0,5 Promille werden in Spanien und auch in Deutschland mindestens 500 Euro fällig, in Italien sind es mindestens 545 Euro. Wer mehr über Promillegrenzen im Ausland erfahren möchte, findet im Artikel Promillegrenzen in Europa aktuelle Regelungen.

Falschparken wird hier teuer

„Falschparken ist ein Bagatelldelikt.“ NEIN, auch das kann teuer werden: In Spanien können bis zu 200 Euro fällig werden, in Ungarn rund 400 Euro. Besonders ärgerlich sind Nachforderungen aus Kroatien – ÖAMTC-Mitglieder erhalten immer wieder Forderungen über etwa 200 Euro, oft Jahre nach dem Vorfall, weil damals kein Parkticket gekauft wurde. Wer sichergehen will, sollte das Ticket fotografieren und den Zahlungsbeleg mindestens fünf Jahre aufbewahren. Auch im Ausland wird Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung streng geahndet: In Frankreich kostet ein Verstoß mindestens 135 Euro, in Italien 250 Euro und in Spanien 200 Euro aufwärts.

200 Euro wenn du dich nicht anschnallst

Während man in Österreich mit mindestens 50 Euro Strafe rechnen muss, werden in Spanien dafür bereits 200 Euro oder mehr fällig, in Griechenland sind es sogar 350 Euro. In Griechenland besteht auch Helmpflicht für alle Motorradfahrer, bei Nichtbeachtung drohen hohe Geldstrafen oder gar ein Führerscheinentzug. „Strafzettel aus dem Ausland kann man auch einfach ignorieren.“ Besser nicht, denn das kann teuer werden: Offene Strafen aus dem EU-Ausland können auch in Österreich zwangsweise eingetrieben werden. Auch bei Wiedereinreise ins betreffende Urlaubsland können nicht bezahlte Strafen fällig werden. „Wer im Ausland eine Strafe erhält, sollte diese – sofern möglich – noch vor Ort bzw. möglichst rasch begleichen und die Zahlungsbestätigung aufbewahren“, rät Pronebner. „Oft gibt es bei rascher Einzahlung nämlich einen ‚Rabatt‘, durch den die Strafhöhe zunächst wesentlich niedriger ausfällt.“ In Spanien wird der Betrag bei Zahlung innerhalb von 20 Tagen um die Hälfte reduziert, in Italien gibt es bei Begleichung binnen fünf Tagen einen Nachlass von 30 Prozent – wer hingegen zu spät bezahlt, muss mit einer Verdoppelung rechnen.

Quick-Check: Verkehrsstrafen im Ausland:

Vorsicht bei einem beliebten Mythos: Ausländische Strafzettel einfach wegzuwerfen, ist keine gute Idee. Die Behörden können offene Strafen aus dem EU-Ausland auch direkt in Österreich eintreiben. Spätestens bei der nächsten Einreise in das Urlaubsland droht sonst richtig Ärger.

  • Alkohol am Steuer:

    • Ab 0,5 Promille: Kostet in Deutschland und Spanien mindestens 500 Euro, in Italien sogar ab 545 Euro.

    • Harte Konsequenzen: In Italien wird ab 1,5 Promille das Auto beschlagnahmt (wenn es dem Fahrer gehört). In Spanien drohen ab 1,2 Promille bis zu drei Monate Gefängnis.

  • Falschparken:

    • In Spanien riskierst du bis zu 200 Euro, in Ungarn sogar rund 400 Euro.

    • Kroatien-Falle: Parksünden werden oft noch nach Jahren per Post eingefordert (meist um die 200 Euro). Belege und Parktickets daher unbedingt fünf Jahre lang aufheben!

  • Handy am Ohr (ohne Freisprecheinrichtung):

    • Kostet in Frankreich mindestens 135 Euro, in Spanien ab 200 Euro und in Italien saftige 250 Euro.

  • Gurtmuffel & Helmpflicht:

    • Wer sich nicht anschnallt, zahlt in Österreich mindestens 50 Euro – in Spanien werden dafür 200 Euro und in Griechenland sogar 350 Euro fällig.

    • In Griechenland wird zudem extrem streng kontrolliert, ob Motorradfahrer einen Helm tragen.

Schnell zahlen bringt fetten Rabatt

Wer direkt vor Ort oder sehr zügig einzahlt, kommt oft deutlich günstiger davon:

  • Spanien: 50 Prozent Rabatt, wenn du innerhalb von 20 Tagen bezahlst.

  • Italien: 30 Prozent Nachlass bei Zahlung innerhalb von 5 Tagen.

  • Achtung: Wer zu lange wartet, bei dem kann sich die Strafe schnell verdoppeln.

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