Ganzer Ort verwüstet: Millionen-Schäden nach Unwetter in Slowenien
Ein verheerender Sturm hinterließ in Slowenien eine Spur der Verwüstung. Tennisballgroßer Hagel und schwere Schäden in Millionenhöhe hielten den Katastrophenschutz in Atem.
Heftige Unwetter haben am Mittwochabend in Kärnten, aber vor allem im benachbarten Slowenien, Schäden angerichtet. Österreichs Meteorologen hatten bereits vorab die rote Warnstufe für Kärnten ausgegeben und vor enormen Regenmengen, Sturmböen und Hagel gewarnt, sogar der Völkermarkter Stausee wurde vorsorglich um einen Meter abgesenkt. Als die Gewitterzelle schließlich über Kärnten zog, standen zahlreiche freiwillige Feuerwehren im Dauereinsatz. Die Einsatzkräfte mussten rund 60 Mal ausrücken, um überschwemmte Keller und Garagen auszupumpen sowie umgestürzte Bäume von den Straßen zu beseitigen.
2200 Haushalte ohne Strom
Noch verheerender traf es allerdings die slowenischen Nachbarn südlich der Karawanken. Besonders im Norden Sloweniens, in der Region Gorenjska, hinterließ das Unwetter eine Spur der Verwüstung. Heftige Winde entwurzelten Bäume, deckten die Dächer mehrerer Gebäude ab und brachten Strommasten zu Fall, wodurch mehr als 2200 Haushalte ohne Strom waren. Zudem drangen die massiven Regenfälle in Wohnhäuser ein und überfluteten sogar die Turnhalle einer Schule. Ein rund zehnminütiger, massiver Hagelsturm suchte die Region Naklo heim, während tennisballgroße Hagelkörner die Straßen in eine weiße Schneelandschaft verwandelten.
600 Einsätze, zehn Mio. Euro Schaden
Am härtesten traf der Sturm die Gemeinden Komenda und Cerklje na Gorenjskem, wo mehr als 130 Gebäude beschädigt wurden. In Komenda wurde fast der gesamte Ort verwüstet. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der dort entstandene Schaden bereits auf mehrere zehn Millionen Euro. Der slowenische Katastrophenschutz vermeldete aufgrund der dramatischen Lage einen massiven Einsatz von Rettungsdiensten und Feuerwehren, die insgesamt über 600 Mal ausrücken mussten.