Von Rom nach München: Italiens „Superzug“ fährt bald durch Österreich
Der italienische Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa soll schon bald durch Österreich fahren. Geplant ist eine direkte Verbindung zwischen Rom, Mailand und München, mit Tempo bis zu 300 km/h.
Wer künftig von Österreich aus Richtung Italien oder Deutschland reisen möchte, könnte schon bald eine völlig neue Zugverbindung nutzen. Der italienische Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa soll ab dem kommenden Jahr erstmals auch durch Österreich fahren und Rom sowie Mailand direkt mit München verbinden, dies bestätigte Luigi Corradi Strisciuglio, Geschäftsführer der italienischen Bahngesellschaft Trenitalia, laut Medienangaben.
Italiens Vorzeigezug kommt nach Österreich
Der Frecciarossa gilt als das Flaggschiff der italienischen Bahn. Die roten Hochgeschwindigkeitszüge erreichen auf vielen Strecken Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h und verbinden bereits heute zahlreiche Metropolen in Italien. Nun soll das Angebot erweitert werden. Gemeinsam mit Partnern aus Österreich und Deutschland plant die italienische Bahngesellschaft Trenitalia eine neue internationale Verbindung über die Alpen. Laut Strisciuglio soll die internationale Konkurrenz dazu beitragen, den Bahnverkehr in Europa zu verbessern.
Direkte Verbindung zwischen drei Millionenstädten
Die geplante Strecke soll Rom, Mailand und München miteinander verbinden. Dabei wird der Zug auch durch Österreich fahren. Während Flugreisen auf diesen Verbindungen häufig mit langen Wartezeiten, Sicherheitskontrollen und Transfers verbunden sind, setzt Trenitalia auf eine komfortable Alternative auf der Schiene. Hinter dem Projekt steckt auch ein größerer Wandel im europäischen Bahnmarkt. Immer mehr Unternehmen drängen auf internationale Strecken und sorgen für Wettbewerb auf der Schiene. Davon sollen letztlich die Fahrgäste profitieren. Mehr Anbieter bedeuten häufig attraktivere Verbindungen, moderne Züge und bessere Serviceangebote. Trenitalia ist bereits erfolgreich auf internationalen Strecken in Frankreich und Spanien unterwegs und baut seine Präsenz in Europa kontinuierlich aus.
Bahnverkehr in Europa wird internationaler
Die neue Verbindung ist Teil einer Entwicklung, die den europäischen Zugverkehr zunehmend vernetzt. Während in den vergangenen Jahrzehnten viele internationale Bahnangebote zurückgebaut wurden, investieren zahlreiche Bahngesellschaften inzwischen wieder in grenzüberschreitende Verbindungen. Gerade auf Strecken zwischen großen Städten wächst die Nachfrage nach schnellen und komfortablen Alternativen zum Flugzeug. Nach aktuellen Plänen soll der Frecciarossa bereits im kommenden Jahr erstmals auf der Strecke unterwegs sein.