Italien-Urlaub: Neue Strand-Verbote treffen tausende Reisende
Ein strenges Sonnenschirm-Verbot auf Sardinien und neue Abstandsregeln in Jesolo wirbeln den Italien-Urlaub in diesem Sommer kräftig durcheinander.
Ein striktes Sonnenschirm-Verbot sorgt auf Sardinien derzeit für erhebliche Diskussionen unter Urlaubern. Betroffen ist der beliebte Küstenabschnitt Punta Molentis im Südosten der Insel, wo die Gemeinde Villasimius die Nutzung von Schattenspendern drastisch einschränkt. Lediglich Badegäste, die in Begleitung von Senioren ab 65 Jahren oder Kindern unter zehn Jahren unterwegs sind, dürfen dort noch einen eigenen Schirm aufstellen. Alle anderen Touristen müssen ohne diesen Schutz auskommen und sind auf die wenigen natürlichen Schattenplätze angewiesen, wie die italienische Zeitung „La Repubblica“ berichtet.
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Regeln und Kosten
Hintergrund dieser Maßnahme ist die Lokalpolitik, welche das sensible Ökosystem nach einem schweren Waldbrand im vergangenen Jahr vor Überlastung zu schützen und den Massentourismus einzudämmen versucht. Die Regelung greift vom 6. Juni bis zum 31. Oktober, zudem gibt es eine Strandgebühr von zehn Euro.
20.000 Liegeplätze weg
Das Phänomen neuer Strandregeln beschränkt sich jedoch nicht nur auf die italienische Mittelmeerinsel. Auch an der oberen Adria verändern sich die Bedingungen für Badegäste spürbar. Im beliebten Ferienort Jesolo setzt man künftig auf größere Freiräume zwischen den Liegebereichen. Außerdem gibt es sogenannte „Rote Zonen“ – wir haben berichtet. Während dies den Komfort für die einzelnen Besucher erhöhen soll, führt die Neuregelung gleichzeitig dazu, dass rund 20.000 Liegeplätze an der dortigen Küste wegfallen, wie aus Medienberichten hervorgeht.