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/ ©Fotomontage Canva/Universität Wien
Das Bild auf 5min.at zeigt Peter Kampits und Kerzen.
Mit dem Tod von Peter Kampits verliert Österreich einen großen Philosophen.

Peter Kampits ist tot: Österreich trauert um großen Philosophen

Österreich trauert um einen bedeutenden Denker: Peter Kampits ist im Alter von 83 Jahren nach langer Krankheit in Wien verstorben.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
2 Minuten Lesezeit(381 Wörter)
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Eine der prägendsten Persönlichkeiten der österreichischen Philosophie ist nicht mehr: Peter Kampits ist nach langer Krankheit im Alter von 83 Jahren in Wien verstorben, wie gegenüber der APA am Dienstagnachmittag bestätigt wurde. Der renommierte Wissenschaftler galt als einer der bedeutendsten österreichischen Denker der Gegenwart und machte sich weit über die Grenzen des Landes hinaus einen Namen.

Sartre-Kenner und Existenzialismus-Experte

Geboren wurde Kampits 1942 in Wien. Nachdem er Philosophie, Psychologie und Geschichte studiert hatte, widmete er sich früh den großen Fragen des menschlichen Daseins. Internationale Bekanntheit erlangte er insbesondere als Experte für den französischen Existenzialismus und die Werke von Jean-Paul Sartre. Während eines Studienaufenthalts in Paris begegnete er dem berühmten Philosophen sogar persönlich. Diese Erfahrungen prägten sein weiteres wissenschaftliches Schaffen nachhaltig.

Wirken in der Wissenschaft

Über Jahrzehnte war Kampits an der Universität Wien tätig. Dort wirkte er unter anderem als Institutsvorstand und wurde später zum ersten Dekan der neu geschaffenen Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaften bestellt. Darüber hinaus war er an der Entstehung der Donau-Universität Krems beteiligt und engagierte sich in zahlreichen wissenschaftlichen Gremien.

Ethisch, politisch und gesellschaftlich aktiv

Doch Kampits’ Wirken beschränkte sich nicht auf die akademische Welt. Immer wieder beteiligte er sich an gesellschaftlichen Debatten und bezog Stellung zu ethischen, politischen und bildungspolitischen Fragen. Besonders intensiv setzte er sich mit Themen wie Sterbehilfe, Medizinethik und Ethikunterricht auseinander. Seit 2007 gehörte er zudem der Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt an.

Vielfach ausgezeichnet

Für seine wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Leistungen erhielt Kampits zahlreiche Auszeichnungen. Seine Vorträge, Publikationen sowie Auftritte in Radio und Fernsehen machten ihn einem breiteren Publikum bekannt. Mit seinem Tod verliert Österreich einen Philosophen, der die öffentliche Diskussion über Jahrzehnte mitprägte und dessen Gedanken und Ideen weit über die Universitäten hinaus wirkten.

Große Trauer in Wien

Vor allem in Wien ist die Trauer groß. „Mit Peter Kampits verliert Wien einen bedeutenden Philosophen, Hochschullehrer und öffentlichen Intellektuellen, der die Wissenschaftslandschaft über Jahrzehnte hinweg geprägt hat“, so Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler. Sie betont, dass Kampits die Philosophie als „lebendige Auseinandersetzung mit den Fragen unserer Zeit“ verstand und dass sein Wirken die Wissenschaft und das öffentliche Denken in Österreich nachhaltig bereichert habe.

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