Neue Schulfächer kommen: „Medien und Demokratie“, und „Informatik und KI“
Am Mittwoch, den 17. Juni, wurde die Gesetzesnovelle mehrheitlich angenommen: Zwei neue Schulfächer sollen kommen. Durch sie soll handwerkliches Grundwissen zur Anwendung von KI vermittelt werden.
Für heftige Diskussionen im Bildungsausschuss sorgte am gestrigen Mittwoch die geplante Einführung der neuen Unterrichtsgegenstände „Medien und Demokratie“ sowie „Informatik und Künstliche Intelligenz“. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) betonte, dass durch die Einführung der neuen Fächer die „Kernbestände der Allgemeinbildung“ gestärkt würden.
FPÖ und Grüne kritisierten fehlende Begutachtung und Unklarheit über die Inhalte der neuen Fächer
FPÖ und Grüne kritisierten, dass es für diesen Teil der entsprechenden Regierungsvorlage keine Begutachtung gegeben habe und die Inhalte der neuen Fächer bisher noch nicht bekannt seien. Die Gesetzesnovelle wurde mit den Stimmen der Regierungsparteien mehrheitlich angenommen.
Änderungen im Schulorganisationsgesetz
Zur Einführung der neuen Unterrichtsfächer „Medien und Demokratie“ und „Informatik und Künstliche Intelligenz“ hat Bildungsminister Christoph Wiederkehr eine Regierungsvorlage mit Änderungen im Schulorganisationsgesetz vorgelegt. Die Regierungsvorlage enthält zudem Änderungen im Pflichtschulabschluss-Prüfungs-Gesetz. Der Abschluss der Pflichtschule im zweiten Bildungsweg wird damit an die Anforderungen der aktuellen Lehrpläne in Bezug auf den Pflichtgegenstand „Digitale Grundbildung“ angepasst.
Künstliche Intelligenz im Schulalltag etablieren
Laut ÖVP-Mandatar Nico Marchetti ist die vorliegende Regierungsvorlage eine rein formale Anpassung, weil Lehrpläne ohnehin als Verordnung erlassen werden. Ein zentrales Ziel der neuen Fächer sei es, Künstliche Intelligenz im Schulalltag zu etablieren. Da KI künftig in jedem Fach eine Rolle spielen wird, müsse laut Marchetti jetzt ein Fundament geschaffen werden, das den Jugendlichen das handwerkliche Grundwissen dafür mitgibt.