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/ ©Fotomontage Canva
Das Bild auf 5min.at zeigt einen Lagocephalus sceleratus.
Der giftige Kugelfisch breitet sich im Mittelmeer immer weiter aus. Zuletzt wurde er in Griechenland vermehrt gesichtet.

Warnung für Griechenland-Urlauber: Kugelfisch greift Badegäste an

Wer heuer Urlaub in Griechenland macht, sollte auch unter Wasser aufmerksam bleiben. Ein giftiger Kugelfisch breitet sich im Mittelmeer aus und sorgt wegen mehrerer Vorfälle mit Badegästen für Besorgnis. Das Rote Kreuz warnt.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
2 Minuten Lesezeit(455 Wörter)
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Sonne, Strand und türkisblaues Meer – für viele Österreicherinnen und Österreicher gehört Griechenland zu den beliebtesten Urlaubszielen. Doch ausgerechnet zum Start der Sommersaison warnt das griechische Rote Kreuz vor einer Gefahr im Wasser: Ein giftiger Kugelfisch breitet sich entlang der Küsten immer weiter aus.

Kugelfisch breitet sich im Mittelmeer aus

Der sogenannte Hasenkopf-Kugelfisch (Lagocephalus sceleratus) ist ursprünglich nicht im Mittelmeer heimisch. Über den Suezkanal gelangte die invasive Art vor Jahren in die Region und wird mittlerweile in zahlreichen Küstengebieten Griechenlands gesichtet. Experten beobachten die Entwicklung mit Sorge, denn auch in Ufernähe wird der gefährliche Fisch immer häufiger gesichtet, so auch an beliebten Stränden wie Vari, Kavouri oder Saronida.

Immer wieder Angriffe auf Badegäste

Das hat einen beunruhigenden Grund: In den vergangenen Monaten wurden mehrere Vorfälle bekannt, bei denen Badegäste verletzt wurden. Was an dem Kugelfisch so gefährlich ist? Er verfügt über extrem kräftige, schnabelartige Kiefer, mit denen er tiefe Wunden verursachen kann. Da sich die Angriffe auf Badegäste vor allem an den Küsten von Attika in letzter Zeit häuften, sah sich das griechische Rote Kreuz veranlasst, Sicherheitshinweise und Erste-Hilfe-Empfehlungen für Urlauber und Einheimische zu veröffentlichen. Wichtig zu wissen: Der Biss selbst ist nicht giftig. Die Verletzungen können jedoch erheblich sein und starke Blutungen verursachen.

Ist dir schon einmal ein gefährliches Tier begegnet?

Ja, an Land.
Ja, im Wasser.
Nein, zum Glück noch nie.
Ich bin mir nicht sicher.

Warum der Fisch so gefährlich ist

Doch die eigentliche Gefahr steckt im Inneren des Tieres. Der Hasenkopf-Kugelfisch enthält nämlich mit „Tetrodotoxin“ ein starkes Nervengift, das bereits in kleinen Mengen lebensgefährlich sein kann. Deshalb warnen die Behörden ausdrücklich davor, den Fisch zu essen. Es gibt laut Experten keinen Körperteil, der als unbedenklich gilt. In mehreren Mittelmeerstaaten sind Fang, Verkauf und Verzehr der Art mittlerweile sogar verboten.

Das rät das Rote Kreuz nach einem Biss

Wer von einem Kugelfisch verletzt wird, sollte laut den Empfehlungen des griechischen Roten Kreuzes rasch handeln. Zusätzlich zu den unten angeführten Tipps können nach einer Bissverletzung eine Wundnaht oder eine Auffrischung der Tetanus-Impfung notwendig werden.

Tipps bei Kugelfisch-Bissen:

    • Die Wunde sofort mit reichlich fließendem Wasser und Seife reinigen (kein Meerwasser verwenden!)
    • Die Blutung mit sauberem Stoff oder Mull durch Druck stillen (bei starker Blutung die verletzte Gliedmaße über Herzhöhe lagern)
    • So rasch wie möglich ärztliche Hilfe holen
    • Hilfe rufen, wenn man sich in abgelegenen Gegenden befindet (166 oder 112)

Kugelfische auch in der Adria

Die Ausbreitung beschränkt sich längst nicht mehr nur auf Griechenland. In den vergangenen Jahren wurden einzelne Exemplare auch in Kroatien, Italien und Slowenien nachgewiesen. Meeresbiologen führen die rasche Vermehrung unter anderem auf steigende Wassertemperaturen (die sogenannte „Tropikalisierung des Meeres“) und das Fehlen natürlicher Feinde zurück. Dadurch kann sich die invasive Art immer weiter im Mittelmeer ausbreiten. Für Urlauber bedeutet das allerdings nicht, dass sie auf das Baden verzichten müssen. Experten raten hingegen dazu, Fische in flachen Küstengewässern nicht anzufassen oder zu füttern und ausreichend Abstand zu halten.

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