42 Grad nicht ausgeschlossen: Das sind die Hitze-Hotspots am Sonntag
Für kommenden Sonntag, den 28. Juni, gelten in Österreich die Hitzewarnstufen Orange (Achtung) und Rot (Gefahr). Wo die absoluten Hitze-Hotspots sind, erfahrt ihr hier.
Österreich steht vor dem Hitze-Höhepunkt: Am Sonntag drohen laut Meteorologen bis zu 41 Grad. Falls es zu ungünstigem Föhnwind kommt, sind laut tauernwetter.at punktuell sogar 42 Grad möglich. Hält die Prognose, wird der bisherige Allzeit-Rekord (40,5 Grad) geknackt.
Gluthitze im Osten
Das Weinviertel in Niederösterreich wird zum absoluten Hitze-Hotspot. Aber auch in Wien und dem Burgenland fällt voraussichtlich die 40-Grad-Marke. Sogar in Oberösterreich und Salzburg wackeln die Allzeit-Rekorde – etwas Aufatmen heißt es nur in Tirol.
Das zeigt die Karte
Die Karte bildet das theoretische Maximum ab, das vor allem im Osten ein bis zwei Grad über den real erwarteten Werten liegt. Erst Föhnwind aus Süden könnte im Norden und Osten Spitzenwerte von bis zu 42 Grad tatsächlich auslösen. Ob ein neuer Rekord am Ende offiziell verbucht wird, ist jedoch Zufall: Der Messwert zählt nur, wenn die extreme Hitze exakt eine der WMO-konformen Wetterstationen trifft.
Am Sonntag geraten gleich mehrere Rekorde in Reichweite
Der Sonntag bringt Kärnten und Osttirol auf Rekordkurs. In Klagenfurt werden rund 37 Grad erwartet, wobei Spitzen von bis zu 40 Grad möglich sind. Damit geraten vor allem die Juni-Rekorde ins Visier: Kärntens bisheriger Höchstwert liegt bei 38,3 Grad (2025), Osttirols bei 36,7 Grad (2019). Die absoluten Allzeit-Rekorde (39,9 Grad in Kärnten, 38,9 Grad in Osttirol) dürften zwar halten, sind aber nicht gänzlich unantastbar.
Noch deutlich heißer wird es im Osten
Historische Hitze im Osten: Das östliche Flachland glüht am Sonntag richtig auf. Zwischen Amstetten und der ungarischen Grenze werden 39 bis 40 Grad erwartet – leicht föhniger Südwind könnte das Thermometer sogar auf knapp 41 Grad treiben. Damit ist der Juni-Rekord (38,6 Grad, 2013) so gut wie Geschichte. Es wird sogar so extrem, dass der Allzeitrekord von 40,5 Grad wackelt. Ob er fällt, wird eine hauchdünne Entscheidung.
Ursache: Hitzeglocke über Europa
Ein mächtiges Hochdruckgebiet über West- und Mitteleuropa fungiert derzeit als Hitzeglocke. Unter ihr staut sich die Luft, während aus Südwesten ständig neue Heißluft nachgeliefert wird. Selbst in 1500 Metern Höhe ist es drastisch wärmer als im langjährigen Schnitt.
Ungewöhnlich lange Welle
Bemerkenswert ist diesmal vor allem die Dauer der Hitzewelle. In Klagenfurt wird seit dem 18. Juni täglich die 30-Grad-Marke geknackt. Hält die Hitze in Unterkärnten wie prognostiziert bis Anfang Juli an, könnte der bisherige Stadt-Rekord von 15 Hitzetagen in Folge eingestellt werden – ein neuer Rekord ist möglich, aber unwahrscheinlich. Meilenweit entfernt bleibt die aktuelle Hitzewelle jedoch vom österreichweiten Dauerrekord: Der liegt seit dem Sommer 2013 bei stolzen 24 Tagen am Stück (Neusiedl am See).