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auf dem bild von 5min.at ist ein zug zu sehen, daneben ein rettungssanitäter.
Jeder vierte Autofahrer stoppt nicht vor den Schienen.

Jeder vierte Lenker ignoriert das Stopp-Schild bei Bahnübergängen

Die Zahl der Unfälle an Eisenbahnkreuzungen ist österreichweit leicht rückläufig. Sorgen bereitet den ÖBB vor dem Ferienstart jedoch das Verhalten der Lenker: Viele ignorieren rote Ampeln und Stopp-Schilder.

von Nadia Alina Gressl Bild auf 5min.at zeigt Nadia Alina Gressl
2 Minuten Lesezeit(351 Wörter)
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Die Sommerferien stehen vor der Tür und damit rollt auch die große Reisewelle im Urlaubsverkehr an. Für die ÖBB ist dies der Anlass, an die Vorsicht auf den Straßen zu appellieren – besonders im Bereich von Eisenbahnkreuzungen.

Weniger Unfälle, aber mehr Todesopfer

Wie die ÖBB in einer aktuellen Aussendung mitteilt, ist die Zahl der Unfälle an Bahnübergängen im Jahr 2025 österreichweit leicht gesunken. Registriert wurden 50 Unfälle, im Jahr davor waren es noch 52. Trotz des leichten Rückgangs stieg die Zahl der Todesopfer bundesweit von drei auf fünf Personen an. Langfristig zeigt sich durch Investitionen jedoch ein positiver Trend: Im Jahr 2015 krachte es noch 71 Mal.

„Gewohnheit macht blind“

Die häufigste Ursache für diese schweren Kollisionen ist menschliches Fehlverhalten. In der Aussendung warnt KFV-Direktor Christian Schimanofsky vor allem vor der Routine: „Gerade ortsansässige Personen, die täglich Eisenbahnkreuzungen queren, sind besonders gefährdet. Ignorieren Verkehrsteilnehmer Stopptafeln oder Lichtzeichenanlagen mit oder ohne Schranken an Eisenbahnkreuzungen, endet das oftmals böse.“ Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) hat das Verhalten der Autofahrer in den Jahren 2025 und 2026 genau beobachtet und rund 3.000 Fahrzeuge kontrolliert. Das Ergebnis: Rund 25 Prozent der Lenker halten an Stopptafeln vor Bahnübergängen nicht vollständig an. Fünf Prozent überqueren die Gleise sogar gänzlich ohne Bremsbereitschaft. Auch bei roten Ampeln bleiben zwei von zehn Personen einfach nicht stehen.

Millionen-Investitionen in die Sicherheit

Die ÖBB setzen daher weiterhin auf die Reduktion von Gefahrenquellen. Laut eigenen Angaben werden jährlich mehr als 25 Millionen Euro in die Schließung von Kreuzungen oder den Bau von Unter- und Überführungen investiert. Seit dem Jahr 2000 wurde die Zahl der Bahnübergänge im Netz dadurch von 6.000 auf aktuell 2.874 mehr als halbiert. Mobilitätsminister Peter Hanke betont in der Aussendung: „Durch gezielte Investitionen, moderne Sicherungstechnik und Bewusstseinsbildung konnten wir das Sicherheitsniveau in den vergangenen Jahren weiter erhöhen. Dennoch gilt: Jeder Unfall ist einer zu viel.“ Ähnlich sieht das ÖBB-Chef Andreas Matthä, der festhält: „Am sichersten ist immer noch die Eisenbahnkreuzung, die es nicht gibt.“

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