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/ ©Karin Glanznig & Martin Eiper / Bundesheer
Ein Bild auf 5min.at zeigt Soldaten des Bundesheers im Hochgebirge.
Trotz Rekordbudget sind derzeit über 600 Planstellen unbesetzt.

Neues Bundesheer-Budget: Milliarden für Luftabwehr und Eurofighter

Das österreichische Bundesheer steuert auf ein Rekordbudget zu. Im Jahr 2027 werden die Ausgaben für die Landesverteidigung erstmals die Fünf-Milliarden-Grenze überschreiten.

von Nadia Alina Gressl Bild auf 5min.at zeigt Nadia Alina Gressl
2 Minuten Lesezeit(257 Wörter)
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Österreichs Landesverteidigung steht vor einer massiven finanziellen Aufwertung. Wie in einer aktuellen Aussendung am heutigen Freitag, sind für das Bundesheer im kommenden Jahr 2027 Auszahlungen in der Höhe von 5,15 Milliarden Euro vorgesehen. Das entspricht einem kräftigen Plus von 388 Millionen Euro (8,1 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2028 soll das Budget sogar noch weiter auf 5,18 Milliarden Euro steigen.

Milliardeninvestitionen in Luftabwehr und Jet-Trainer

Der deutliche Budgetanstieg ist laut dem Budgetdienst des Nationalrats vor allem auf Großbeschaffungen im Rahmen des „Aufbauplans ÖBH 2032+“ zurückzuführen. Das Geld fließt in neue gepanzerte Fahrzeuge, IT-Systeme, Munition sowie den Ausbau der militärischen Infrastruktur. Ein großer Brocken betrifft die Modernisierung der Luftraumüberwachung: Der Vertrag für zwölf neue „Leonardo Advanced Jet Trainer“ im Wert von 1,5 Milliarden Euro ist bereits unter Dach und Fach – die Ratenzahlungen starten 2027. Für die bodengebundene Luftverteidigung mittlerer Reichweite sind weitere 2,5 Milliarden Euro eingeplant.

Hunderte offene Planstellen und Eurofighter-Update

Neben den Anschaffungen bereitet dem Bundesheer vor allem die Personalsituation Kopfzerbrechen. Aktuell sind beim Heer 626 Planstellen unbesetzt, im Cyber-Defence-Bereich fehlen sogar mehr als 300 Mitarbeiter. Mit Prämienmodellen, Sonderverträgen im IT- und Medizinbereich sowie mehr Kinderbetreuung will Tanner dem Personalmangel entgegenwirken. Gleichzeitig läuft die Modernisierung der bestehenden Flotte: Von den Eurofightern sind derzeit wegen Nachrüstungen nur fünf Maschinen einsatzbereit. Für deren Modernisierung sind 2027 rund 160 Millionen Euro reserviert – das System soll laut Tanner noch bis 2035 weiterbetrieben werden. Positiv hob die Ministerin hervor, dass rund 70 Prozent aller Heeresinvestitionen der heimischen Wirtschaft zugutekommen.

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