QimiQ-Gründer verstorben: Todesnachricht während Neuausrichtung
Der Sahne-Spezialist Qimiq sieht sich derzeit mit einem Insolvenzverfahren konfrontiert, es wird über einen Sanierungsplan gesprochen. Nun kam es zu einer traurigen Nachricht im Unternehmen: Der Gründer ist verstorben.
Ende März diesen Jahres wurde bekannt, dass die Firma mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte – wir haben berichtet. Im April folgte die Eröffnung eines Sanierungsverfahrens. Zuletzt kam es zu der Nachricht, dass sich das Blatt für das insolvente Unternehmen QimiQ noch wenden könnte. Derzeit werde mit einem möglichen Investor verhandelt, weshalb auch die Entscheidung über den Sanierungsplan auf Anfang August vertagt wurde. Das Unternehmen wurde aber indes von einer traurigen Nachricht erschüttert: QimiQ-Gründer und Geschäftsführer Rudolf Haindl verstarb am Sonntag.
Ableben des QimiQ-Gründers und Geschäftsführers
Gegenüber der „Kronen Zeitung“ bestätige der Masseverwalter das Ableben. Genauere Details dazu seien derzeit nicht bekannt. „Ich muss sein Ableben leider bestätigen. Die Familie hat mich darüber informiert“, berichtet Masserverwalter Thomas Payer gegenüber dem Medium. Die traurige Nachricht kam für das Unternehmen, welches vor rund 20 Jahren gegründet wurde, inmitten des Sanierungsverfahrens. Haindl hatte die Firma 1995 mit dem Koch Johann Mandl gegründet. Ziel war es ein Sahneprodukt zu kreieren, welches leicht zu verarbeiten war. An der Spitze des Unternehmens stehen auch die Frau des Verstorbenen Nicola Haindl und Tochter Michele.
Sanierungsverfahren über QimiQ-Unternehmen eröffnet
Über das Vermögen des Salzburger Unternehmens wurde am 7. April 2026 ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Anfang Juli hätte bereits über den Sanierungsplan entschieden werden sollen. Die Verhandlung wurde aber auf den 6. August vertagt, damit die Verhandlungen mit einem potenziellen Investor abgeschlossen werden können, hieß es. Derzeit sei aber noch offen, ob dieser tatsächlich einsteigt.
Qimiq-Insolvenverfahren
Im Insolvenzverfahren haben bisher laut Angaben des KSV1870 195 Gläubiger Forderungen in der Höhe von rund 6,3 Millionen Euro angemeldet. Davon wurden bisher etwa 4,2 Millionen Euro anerkannt. Forderungen in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro sind derzeit noch strittig. Das Unternehmen bietet seinen Gläubigern einen Sanierungsplan an. Dieser sieht vor, dass sie 20 Prozent ihrer Forderungen innerhalb von zwei Jahren erhalten.