Sechste Urlaubswoche: IV erteilt für alle eine klare Absage
Mehr Freizeit oder mehr Leistung für die Wirtschaft? An dieser Frage scheiden sich derzeit die Geister. Der ÖGB fordert eine sechste Urlaubswoche für alle Beschäftigten. Doch die IV gibt einen klaren Korb.
Eine sechste Urlaubswoche für alle, wie sie der Österreichische Gewerkschaftsbund, kurz ÖGB fordert, kommt für die Industriellenvereinigung (IV) nicht infrage. Die IV argumentiert, dass zusätzliche Urlaubstage der schwächelnden Wirtschaft schaden würden. Um Österreichs Konjunktur zu stärken und das Sozialsystem zu finanzieren, müsse mehr statt weniger gearbeitet werden. In der aktuellen Krise die Unternehmen mit noch mehr gesetzlichen Freizeitansprüchen zu belasten, sei der völlig falsche Weg.
Österreich liegt bei Urlaubstagen über dem europäischen Schnitt
Schon heute liegt Österreich bei den Urlaubs- und Feiertagen über dem europäischen Schnitt. Fünf Wochen Urlaub sind ein bereits sehr attraktiver gesetzlicher Standard. Die sechste Woche bleibt bewusst als Belohnung für langjährige Firmentreue reserviert – ein bewährtes System, an dem nicht gerüttelt werden darf, so die IV.
Laut IV brauche Österreich keine zusätzlichen gesetzlichen Belastungen
Aus Sicht der IV braucht Österreich daher keine zusätzlichen gesetzlichen Belastungen, sondern Reformen, die Investitionen fördern, Innovation ermöglichen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärken. Nur wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen können langfristig Beschäftigung sichern, Wohlstand schaffen und den Sozialstaat finanzieren.