360 Millionen Euro „weg“: Österreicher reißen sich um beliebte Förderung
Wir haben gerade erst einmal Mitte Juli, doch die Fördermittel für die Sanierungsoffensive des Bundes für das Jahr 2026 sind bereits ausgeschöpft.
Wie das zuständige Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) nun berichtet, wurden die Fördermittel „zur Gänze abgeholt“. Insgesamt standen im Rahmen der Sanierungsoffensive dieses Jahr 360 Millionen Euro für die thermisch-energetische Sanierung von Gebäuden und den Umstieg von Öl- und Gasheizungen auf umwelt- und klimafreundliche Systeme wie Wärmepumpe oder Biomasse zur Verfügung. Besonders hoch war der Anteil von Heizungstäuschen im mehrgeschoßigen Wohnbau. Insgesamt steigen nun nämlich rund 53.000 Haushalte von Öl- und Gasheizungen auf klimafreundliche Alternativen um.
„Große Nachfrage zeigt, dass…“
Umweltminister Norbert Totschnig sieht in der Sanierungsoffensive eine „hochwirksame Maßnahme für den Schutz von Umwelt und Klima“. Und: „Die große Nachfrage zeigt, dass die Menschen in Österreich bereit sind, in klimafreundliche Heizungen und die Sanierung ihrer Häuser zu investieren.“ Trotz Spardrucks habe man es in den Verhandlungen zum Doppelbudget geschafft, den bisherigen Rahmen in Höhe von rund 360 Millionen Euro pro Jahr auch künftig sicherzustellen, so Totschnig.
Registrierung für Förderaktion 2026 endet damit
Nachdem die Budgetmittel für dieses Jahr ausgeschöpft sind, endet auch die Registrierung für diese Förderaktion. Unberührt davon bleiben jedenfalls bereits registrierte bzw. eingebrachte Anträge. Sie werden entsprechend den geltenden Förderbedingungen auch noch bearbeitet, versichert man aus dem Ministerium. Gleichzeitig hat man mit den Vorbereitungen für die kommende Sanierungsoffensive 2027 bereits begonnen. Erstmals wird es nächstes Jahr getrennte Budgets für die thermisch-energetische Sanierung (181 Millionen Euro) und für den Heizungstausch (179 Millionen Euro) geben. Das schaffe mehr Planungssicherheit und Transparenz für Förderwerber und Betriebe, ist man sich sicher.
Förderungen werden umgestaltet
Gleichzeitig möchte man die Förderung für den Heizkesseltausch effizienter ausgestalten und so weiterentwickeln, dass künftig eine möglichst durchgängige Fördermöglichkeit gewährleistet werden kann. Bei der thermisch-energetischen Sanierung wird man künftig auf einen Finanzierungsausschuss umstellen. Die konkreten Ausgestaltungen der Sanierungsoffensive 2027 werden im Sommer nun erarbeitet und im Herbst vorgestellt.