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/ ©Fotomontage: Canva
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt eine Frau mit einem Brief in der Hand und eine Italien-Flagge. Dahinter sieht man eine Autobahn.
Oft Jahre später kommen von einem Inkasso-Unternehmen Maut-Briefe an Urlauber.

Italien-Urlauber bekommen Jahre später Maut-Briefe: Was du wissen musst

Die Urlaubssaison hat so richtig losgelegt, eines der beliebtesten Urlaubsländer der Österreicher ist dabei Italien. Häufig geht es auch mit dem Auto in Richtung Süden. Gerade bei der Maut sollte man allerdings aufpassen.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(447 Wörter)
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Die italienischen Behörden schicken Urlaubern oft erst Jahre später Maut-Nachforderungen. So ist es etwa einer Österreicherin gegangen, die 1,36 Euro Maut nachzahlen musste – inklusive 4,78 Euro „für die bisher angefallenen Einziehungs- und Veranlagungskosten“, heißt es in einem Schreiben des Inkasso-Unternehmens „Nivi S.p.A“, das laut ÖAMTC von der italienischen Autobahn-Betreibergesellschaft beauftragt wird und „grundsätzlich seriös“ agieren würde. Den Stress des Nachzahlens und des Maut-Briefes kann man sich aber auch ganz einfach ersparen. Wir haben hier die wichtigsten Infos für euch.

Häufige Nachfragen beim ÖAMTC zu Mautnachforderungen aus Italien

Laut ÖAMTC würden Fragen zu solchen Mautnachforderungen „sehr oft“ beim Club eintrudeln. Und häufig sind seit dem Maut-„Vergehen“ auch schon Jahre vergangen. Doch das macht nichts, die Verjährungsfrist liegt nämlich bei zehn Jahren, die italienischen Behörden würden sich „oft Zeit lassen, den Fahrzeug-Halter zu eruieren“, erklärt man gegenüber 5 Minuten. Das Problem: Der Schranken öffnet sich oft auch dann, wenn man keinen Maut-Betrag bezahlt oder die falsche Spur benutzt hat. „Dadurch soll Stau auf der Autobahn verhindert werden.“

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Elektronisches „Free Flow“-Mautsystem sorgt oft für Probleme

Probleme bereitet bzw. für häufige Mautnachforderungen sorgt vor allem das elektronische „Free Flow“-Mautsystem, das unter anderem im Norden von Mailand existiert. In dem Fall kann man an Mautstationen gar nicht bezahlen. Man kann sich lediglich im Vorhinein registrieren, oder – falls man das nicht gemacht hat – kann man binnen 15 Tagen die Gebühr nachzahlen. Macht man das nicht, erwartet einen eben ein solcher Maut-Brief – und das teils Jahre später. ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner rät gegenüber 5 Minuten zur Zahlung, „wenn der Vorwurf plausibel ist“. Plausibel ist der Vorwurf dann, wenn das Datum und die Örtlichkeit stimmen und die Forderung nicht verjäht ist.

Das rät der ÖAMTC

Allgemein gilt der Rat, sich vorab zu informieren, bevor man mit dem Auto auf Urlaub fährt. „Wichtig ist auch, dass man im Fall der streckenabhängigen Maut prüft, ob man wirklich bezahlt hat“, so Pronebner weiter. Die Quittung sollte man daraufhin per Knopfdruck anfordern und aufbehalten. Allgemein alle Infos zum italienischen Maut- und Autobahnsystem findet ihr auch hier online auf der ÖAMTC-Website. Was es für Autofahrer im Urlaub sonst noch zu beachten gilt, erfahrt ihr hier: Urlauber aufgepasst: Diese Verkehrssünden im Ausland kosten viel Geld. Und auch ansonsten gibt es besonders in Italien und Kroatien Dinge, die man beachten sollte, möchte man ungestört und ohne nachträgliche Strafe den Urlaub gut in Erinnerung behalten: Bis zu 100 Euro Strafe: Diese Dinge sollte man im Urlaub beachten.

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