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/ ©Engin Akyurt/Pexels
Foto auf 5min.at zeigt einen Geldschein und ein Smartphone.
Der digitale Euro soll Europa unabhängiger machen und Bargeld künftig ergänzen.

Digitaler Euro: Österreichs Handel stellt klare Bedingungen

Nach dem Beschluss des EU-Parlaments starten die Verhandlungen über den digitalen Euro. Österreichs Handel unterstützt das Projekt, fordert aber niedrige Kosten, einfache Technik und einen klaren Nutzen im Alltag.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(400 Wörter)
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Mit der Positionierung des Europäischen Parlaments können nun die Verhandlungen mit Rat und Kommission beginnen. Für Paul Schmidt, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik, startet damit auch die Umsetzungs- und Informationsphase. „Der digitale Euro kommt. Nun hat das Europäische Parlament seine Positionierung festgelegt und die Verhandlungen mit Rat und Kommission beginnen.“ Der digitale Euro soll ab 2029 als Ergänzung zum Bargeld verfügbar sein. Bargeld soll dabei erhalten bleiben.

Mehr Unabhängigkeit

Schmidt sieht darin die Chance, Europas Abhängigkeit von Visa, Mastercard und anderen außereuropäischen Anbietern zu verringern. Weniger Abhängigkeit soll auch Gewinnabflüsse reduzieren und den Datenschutz stärken. Der Handelsverband unterstützt dieses Ziel und spricht von mehr europäischer Eigenständigkeit im Zahlungsverkehr. Geschäftsführer Rainer Will verweist dabei auf die Bedeutung eigener Infrastruktur bei Energie, Halbleitern und digitalen Technologien. Auch Menschen in EU-Ländern ohne Euro sowie in EU-Kandidatenländern könnten laut Schmidt Interesse an der digitalen Währung haben.

Vorteile im Alltag

Für Konsumentinnen und Konsumenten soll der digitale Euro europaweit, sicher und kostenlos nutzbar sein. Geplant ist außerdem ein Bezahlen ohne Internetverbindung, das die Privatsphäre schützt. Für Händler könnte die neue Zahlungsart niedrigere Gebühren und damit spürbare Einsparungen bringen, besonders für kleine Betriebe. „Der Digitale Euro muss für Konsumentinnen und Konsumenten einfach, sicher und kostenlos sein – und für den Handel spürbar günstiger als bestehende Kartenzahlungen. Nur dann entsteht ein echter Mehrwert für alle Beteiligten“, so Handelssprecher Will. Entscheidend ist daher, ob die neue Zahlungsart im Alltag tatsächlich einfacher und günstiger wird.

Handel setzt Grenzen

Der Handelsverband fordert dauerhaft niedrige Gebühren, eine einfache Einbindung in bestehende Kassen- und Zahlungssysteme sowie ausreichende Übergangsfristen. Kleine und mittlere Unternehmen sollen besonders berücksichtigt werden. Eine verpflichtende Annahme lehnt der Verband ab, solange keine effiziente Kostenstruktur gesichert ist. Schmidt sieht zudem noch viel Erklärungsbedarf: „Um den Praxistest zu bestehen, muss der digitale Euro jedenfalls noch ausreichend kommuniziert und erklärt werden und vor allem so konzipiert sein, dass er für jede und jeden im Alltag mit dem selbstverständlichen Griff zum Smartphone oder zur Karte problemlos verwendet werden kann“. In einer ÖGfE-Umfrage vom März hatten zwei Drittel der Befragten bereits vom digitalen Euro gehört, 42 Prozent wollten ihn nutzen.

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