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/ ©Fotomontage Canva
Das Bild auf 5min.at zeig eine Hand, die einen Autoschlüssel hält, und Geld.
Die Arbeiterkammer warnt vor häufigen Abzockmaschen bei Mietautofirmen.

Ärger im Urlaub: Diese Mietwagen-Fallen kosten richtig Geld

Versteckte Gebühren, erfundene Kratzer und überraschende Abbuchungen: Immer mehr Urlauber erleben nach der Rückgabe ihres Mietwagens eine böse Überraschung. Wir zeigen dir, wie du dich schützen kannst.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
2 Minuten Lesezeit(412 Wörter)
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Ein Leihauto bedeutet für viele Freiheit und Unabhängigkeit im Urlaub – doch für immer mehr Menschen endet die Fahrt mit einer unerwartet hohen Rechnung. Die Arbeiterkammer (AK) Wien schlägt jetzt Alarm: Beschwerden über Mietwagenfirmen nehmen deutlich zu. Diese reichen von Doppelverrechnungen über angebliche Beschädigungen bis hin zu undurchsichtigen Strafgebühren. Wer einige wichtige Regeln beachtet, kann sich viel Ärger und hohe Zusatzkosten ersparen.

Nach dem Urlaub folgte böses Erwachen

Für Herrn S. begann der Ärger erst nach dem Urlaub. Er hatte ein Auto für fünf Tage gemietet, doch kurz nach der Rückgabe das böse Erwachen: Ihm flatterte eine Forderung über 260 Euro ins Haus. Das Mietwagenunternehmen behauptete, er habe einen Kratzer verursacht. Der Urlauber war sich keiner Schuld bewusst und konnte nachweisen, dass der Schaden nicht von ihm stammte.

Leihst du dir im Urlaub ein Auto aus?

Ja, regelmäßig.
Manchmal.
Nein, ich fahre lieber mit meinem eigenen Auto.
Nein, ich fahre lieber mit den Öffis oder gehe zu Fuß.
Hab ich noch nie probiert.

„Kein Raum“ für Rechtsmittel

Trotzdem blieb die Firma zunächst uneinsichtig und verwies auf ihre Geschäftsbedingungen. „Dort sei alles geregelt, für Rechtsmittel gebe es ,keinen Raum'“, schildert die AK die Situation. Erst nachdem sich die AK einschaltete, wurde die Forderung zurückgezogen. „Das ist leider kein Einzelfall“, sagt AK-Konsumentenschützer Mario Pataki. Beschwerden über Mietwagenfirmen – sowohl im Ausland als auch in Österreich – würden derzeit deutlich zunehmen.

Das sind die häufigsten Abzockversuche

In der Konsumentenberatung landen immer wieder ähnliche Fälle. Die AK fasst zusammen, welche Ärgernisse besonders häufig auftreten.

Diese Abzockversuche treten häufig auf:

    • Angebliche Fahrzeugschäden, die erst Tage nach der Rückgabe geltend gemacht werden. Dazu zählen etwa vermeintliche Kratzer, starke Verschmutzungen oder auch ausgelöste Rauchmelder.

    • Undurchsichtige Strafgebühren, etwa wegen behaupteter Geschwindigkeitsüberschreitungen – oft ohne nachvollziehbare Angaben zu Ort oder Zeitpunkt.

    • Versteckte Zuschläge, wenn mit dem Mietauto eine Landesgrenze überquert wird.

    • No-Show-Falle: Wer das Auto verspätet abholt, verliert mitunter sowohl das Fahrzeug als auch den bereits bezahlten Mietpreis.

    • Doppelte Versicherungen, die bei der Fahrzeugübernahme als angeblich notwendig verkauft werden, obwohl bereits Versicherungsschutz besteht.

So kannst du dich vor der Abzockversuchen schützen

Die Arbeiterkammer empfiehlt Urlaubern, bereits vor der Buchung genau hinzusehen. Bewertungen sollten nicht nur auf Buchungsplattformen gelesen, sondern auch mit Rezensionen bei Google oder anderen Portalen verglichen werden. „Oft ist es besser, direkt beim Anbieter zu buchen und nicht über die Plattform“, so der Tipp der AK. Ganz wichtig ist außerdem eine lückenlose Dokumentation des Fahrzeugs. Fotos und Videos bei der Übernahme und Rückgabe – möglichst mit Zeitstempel – können später entscheidend sein. Bereits vorhandene Kratzer oder Schäden sollten unbedingt im Übergabeprotokoll festgehalten werden.

Das kannst du im Ernstfall tun

Wer nach der Rückgabe plötzlich mit einer unerwarteten Abbuchung oder einer hohen Forderung konfrontiert wird, sollte diese nicht einfach hinnehmen. Die AK rät, rasch Kontakt mit der Konsumentenschutzberatung der Arbeiterkammer aufzunehmen und die Forderung überprüfen zu lassen. Gerade in der Hauptreisezeit lohnt sich ein genauer Blick auf den Mietvertrag – denn aus einem vermeintlichen Schnäppchen kann sonst schnell ein teurer Urlaubsärger werden.

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