Senioren vertrauten ihr: Pflegerin soll 12.000 Euro abgezweigt haben
Eine 49-jährige Pflegerin muss sich in Linz vor Gericht verantworten. Sie soll über Monate Geld von den Konten zweier hochbetagter Menschen auf ihr eigenes Konto überwiesen und sich so rund 12.000 Euro verschafft haben.
Eine 49-jährige Pflegerin steht im Verdacht, das Vertrauen zweier hochbetagter Menschen ausgenutzt zu haben. Laut Staatsanwaltschaft soll sie sich über Monate hinweg Geld von den Konten ihrer Pflegebedürftigen auf ihr eigenes Konto überwiesen haben. Im September muss sie sich deshalb vor Gericht verantworten.
Geld soll auf eigenes Konto geflossen sein
Die Frau soll vor rund einem Jahr die Betreuung eines 88-jährigen und eines 97-jährigen Seniors übernommen haben. Aufgrund ihrer Tätigkeit war sie berechtigt, bestimmte finanzielle Angelegenheiten der beiden zu erledigen. Genau diese Befugnis soll sie laut Anklage missbraucht haben. Zwischen Juni und Dezember 2025 soll sie mehrfach Überweisungen von den Konten der Senioren auf ihr eigenes Konto vorgenommen haben. Zusätzlich soll sie sich das Pflegegeld doppelt ausbezahlt haben.
Schaden von rund 12.000 Euro
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft entstand den beiden Senioren dadurch ein Gesamtschaden von rund 12.000 Euro. Nach dem Ende ihres Dienstverhältnisses soll die 49-Jährige außerdem E-Cards und Reisepässe der beiden Pflegebedürftigen nicht zurückgegeben haben. Die Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt Oberösterreich gemeinsam mit dem Finanzamt Linz geführt. Inzwischen wurde gegen die Frau Strafantrag eingebracht. Der Prozess findet am 8. September am Landesgericht Linz statt. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für die 49-Jährige die Unschuldsvermutung.