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/ ©Montage: Canva
Eine Bildmontage auf 5min.at zeigt zwei brennende Kerzen und einen Motorradfahrer.
Zuletzt kam es zu mehreren tödlichen Motorradunfällen in Österreich.

Bereits über 35 tote Biker: Unfallzahlen bleiben auf Rekordniveau

Gefährliches Hobby: Laut KFV steigt die Zahl verletzter und getöteter Motorradfahrer stetig. Dass das Unfallrisiko auf zwei Rädern hoch ist, zeigten zuletzt auch dramatische Vorfälle in Kärnten oder der Steiermark.

von Tanja Janschitz Tanja Janschitz Onlineredaktion 5min.at
2 Minuten Lesezeit(370 Wörter)
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Während die Zahl der Todesopfer bei Auto-Unfällen seit 1976 von 991 auf 166 im Jahr 2025 drastisch sank, bleibt das Risiko auf zwei Rädern unverändert hoch. Laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) stagniert die Statistik der tödlichen Motorradunfälle in Österreich seit Jahrzehnten: 81 Toten im Jahr 2025 stehen 94 im Jahr 1976 gegenüber. Auch heuer sind bereits über 35 Todesopfer zu beklagen, zuletzt bei Unfällen in Edelschrott (Steiermark), Grieskirchen (Oberösterreich), Hüttau (Salzburg) und Völkermarkt (Kärnten).

4.584 verletzte Motorradfahrer

Auch die Zahl der Verletzten erreichte 2025 mit 4.584 Motorradfahrenden einen Höchstwert. Haupttreiber dieser Entwicklung ist der Zuwachs bei den Leichtverletzten mit einem Plus von 55 Prozent seit der Jahrtausendwende. Die Zahl der Schwerverletzten ging im gleichen Vergleichszeitraum minimal zurück. Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV, betont: „Auch als leicht eingestufte Verletzungen können äußerst schmerzhaft sein. Gerade bei solchen Unfällen kann angemessene Schutzbekleidung – insbesondere mit Airbag-Systemen – dazu beitragen, Verletzungen zu vermeiden oder zumindest ihre Schwere zu reduzieren.“ Tatsächlich gelten als „leichte Verletzungen“ nämlich auch großflächige Hautabschürfungen, große Platzwunden und einfache Knochenbrüche.

Neues Rekordhoch bei verletzten Bikern im Jahr 2025

Im Vorjahr wurde nicht nur österreichweit, sondern auch in mehreren Bundesländern eine rekordhohe Zahl an beim Motorradfahren verletzten Personen verzeichnet.

  • Niederösterreich: 978 Verletzte
  • Wien: 799 Verletzte
  • Steiermark: 688 Verletzte
  • Kärnten: 410 Verletzte

Fast die Hälfte ohne Schutzkleidung unterwegs

Besorgniserregend: Fast die Hälfte aller Motorradfahrenden – nämlich 45 Prozent – verzichtet auf angemessene Schutzkleidung. Besonders hoch ist das Sicherheitsrisiko im Ortsgebiet, wo 76 Prozent unzureichend geschützt unterwegs sind. Außerhalb von Ortschaften sinkt dieser Anteil zwar deutlich, liegt mit 31 Prozent aber immer noch bei fast einem Drittel. Robatsch: „Es ist ein Irrglaube, dass einem bei geringem Tempo im Ortsgebiet nichts Schlimmes passieren kann.“ Als angemessen wertet das KFV beim Motorradfahren beispielsweise das Tragen von Helm, Handschuhen, Motorradstiefeln sowie Motorradbekleidung aus Textil oder Leder für Beine und Oberkörper. Gerade bei Motorrädern sollte moderne Schutzkleidung aber über das Mindestmaß hinausgehen. „Airbag-Systeme in der Motorradbekleidung können vor allem auch bei moderatem Tempo dazu beitragen, die Schwere von Verletzungen wie Abschürfungen, Prellungen oder Rippenbrüchen zu verringern“, erklärt Robatsch. Wer ohne Schutzbekleidung bei einem Unfall verletzt wird, muss laut Judikatur übrigens sogar mit einer Reduktion des Schmerzensgeldes rechnen. Der Experte appelliert abschließend an den gesunden Menschenverstand: „Verzichten Sie bitte auch bei sommerlichen Temperaturen nicht auf angemessene Schutzkleidung.“

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 17.07.2026 um 07:13 Uhr aktualisiert
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