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Eine vierköpfige Familie sitzt mit Rechnungen, Taschenrechner und Sparschwein am Tisch und wirkt besorgt. Das Bild symbolisiert finanzielle Belastungen für Familien.
Eine Familie sitzt mit Rechnungen und Taschenrechner am Küchentisch und blickt besorgt auf ihre Finanzen. Das Symbolbild steht für die Diskussion rund um das Familienbudget und die ausgesetzte Inflationsanpassung.

Weniger Geld für Familien ab 2028? Wo der Staat beim Budget sparen will

Der Nationalrat hat das Familienbudget für 2027 und 2028 beschlossen. Zwar bleiben wichtige Leistungen bestehen, die automatische Anpassung an die Inflation wird jedoch erneut ausgesetzt.

von Carolina Jakubovic
2 Minuten Lesezeit(264 Wörter)
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Familien in Österreich müssen sich auf Änderungen einstellen: Im Nationalrat wurde intensiv über das Familienbudget für 2027 und 2028 diskutiert. Während die Regierung betont, dass zentrale Familienleistungen erhalten bleiben, kritisiert die Opposition vor allem die weitere Aussetzung der automatischen Anpassung an die Inflation. Für Familien und Jugend sind im Budgetentwurf 2027 Ausgaben von rund 9,55 Milliarden Euro vorgesehen – das sind 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr. 2028 sollen die Ausgaben allerdings wieder auf rund 9,08 Milliarden Euro sinken.

Familienleistungen bleiben – Erhöhung fällt aus

Familienministerin Claudia Bauer betonte im Nationalrat, dass Leistungen wie Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Schulbücher sowie die Schülerfreifahrt weiterhin gesichert seien. Allerdings werden die Familienleistungen auch 2028 nicht automatisch an die Inflation angepasst. Diese Valorisierung soll laut Regierung erst 2029 wieder eingeführt werden. Außerdem kündigte die Ministerin an, dass Menschen, deren Lebensunterhalt bereits über die Grundversorgung abgesichert wird, künftig keine zusätzlichen Familienleistungen mehr erhalten sollen.

Mehr Geld für Kinderbetreuung

Zusätzliche Mittel sind unter anderem für den Eltern-Kind-Pass, den Familienzeitbonus, den IVF-Fonds und den Ausbau der Kinderbetreuung vorgesehen. Auch die Einführung des zweiten verpflichtenden Kindergartenjahres wird von den Regierungsparteien als wichtiger Schritt für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf bezeichnet.

Opposition spricht von Kürzungen

Kritik kommt vor allem von FPÖ und Grünen. Beide Parteien sehen in der ausgesetzten Valorisierung eine reale Kürzung der Familienleistungen. Die Grünen brachten dazu einen Antrag ein, mit dem die Kürzungen gestoppt werden sollen. Über diesen soll nach Abschluss der Budgetberatungen abgestimmt werden.

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