Innsbrucker Alpenzoo half 16 Fledermäusen zurück auf die eigenen Flügel
Seit drei Monaten hilft der Alpenzoo in Innsbruck verletzten und verwaisten Fledermäusen aus ganz Tirol. 16 Tiere konnten nach intensiver Pflege bereits wieder in die Natur zurückkehren.
Im Alpenzoo bekommen hilfsbedürftige Fledermäuse seit drei Monaten eine sichere Anlaufstelle. Dort übernimmt das Team die Erstaufnahme und die spezielle Betreuung der Tiere. Bereits 16 verletzte oder verwaiste Fledermäuse wurden erfolgreich versorgt. Nach ihrer Genesung konnten sie wieder in die Natur entlassen werden. Für die kleinen Patienten bedeutet das: raus aus der Not und zurück auf die eigenen Flügel.
Verletzt gefunden
Viele Fledermäuse kommen verletzt im Alpenzoo an. Einige wurden von Katzen angegriffen, andere waren in Schächten eingeklemmt oder dehydriert auf der Straße gefunden worden. Auch verwaiste Jungtiere werden immer wieder abgegeben. Ohne menschliche Hilfe hätten sie keine Überlebenschance. Im Alpenzoo beginnt für sie deshalb oft ein langer Weg zurück in die Nacht.
Pflege rund um Uhr
Besonders die Aufzucht der Jungtiere braucht viel Geduld und Fingerspitzengefühl. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter füttern sie mehrmals täglich mit einer kleinen Spritze und Milch. Auch in der Nacht muss das Team für die jungen Fledermäuse da sein. Freigelassen werden sie erst, wenn sie kräftig genug sind und selbstständig fliegen und jagen können. Bis dahin heißt es: füttern, pflegen und Schritt für Schritt das Fliegen lernen.
Seltene Gäste
Unter den bisherigen Findlingen waren zahlreiche verschiedene Fledermausarten. Auch seltene Arten wie das Alpenlangohr und die Mopsfledermaus wurden betreut. Für den Alpenzoo zeigt diese Vielfalt, wie wichtig eine spezielle Versorgung der heimischen Tiere ist. Zoodirektor André Stadler erklärt: „Fledermäuse sind faszinierende und zugleich äußerst nützliche Tiere. Als Insektenjäger leisten sie einen wichtigen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht. Umso mehr freut es uns, dass wir diesen geschützten Tieren nun gezielt helfen und ihnen nach Verletzungen oder einem schwierigen Start ins Leben eine zweite Chance geben können“.
Zurück in die Nacht
Ein besonderer Patient war ein Kleiner Abendsegler, die Fledermaus des Jahres 2026. Das Tier war Anfang Mai von einer Katze angegriffen worden und musste tierärztlich versorgt werden. Anschließend bereitete das Team die Fledermaus mit großem Aufwand auf das Leben in der Natur vor. Dazu gehörte auch ein intensives Flugtraining. Am vergangenen Wochenende war es schließlich so weit: Der Kleine Abendsegler konnte wieder freigelassen werden und flattert nun wieder durch die heimische Nacht.