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/ ©Montage: Canva
Eine Bildmontage auf 5min.at zeigt, wie jemand mit Sonnencreme eine Sonne auf seine Hand zeichnet und ein rotes Rufzeichen.
Ein internationaler Test zeigt extreme Mängel und verbotene Inhaltsstoffe.

TEMU, Shein und Co.: Verbotene Stoffe in Sonnencremes entdeckt

Im Rahmen eines internationalen Gemeinschaftstests wurden Sonnencremes über Plattformen wie Temu, Shein und AliExpress bestellt und auf deren Inhaltsstoffe sowie Schutzwirkung untersucht. Das Testergebnis fiel "vernichtend aus".

von Tanja Janschitz Tanja Janschitz Onlineredaktion 5min.at
2 Minuten Lesezeit(311 Wörter)
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Chinesische Onlineplattformen, wie Shein, Temu oder AliExpress, bestechen oft durch extrem niedrige Preise sowie eine riesige Produktauswahl. Doch zumindest von deren Sonnenschutzmittel sollte man künftig Abstand nehmen, wie nun ein internationalen Gemeinschaftstests unter der Federführung der französischen Verbraucherorganisation Que Choisir Ensemble (QCE) zeigt. Untersucht wurden sieben Cremes sowohl auf ihre Inhaltsstoffe als auch ihre Schutzwirkung. Das Ergebnis fiel „vernichtend aus„, wie es nun in einer offiziellen Pressemitteilung des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) heißt.

Verbotener UV-Filter in Sonnencremes

Die Produkte kosteten zwischen 27 Cent und 7,59 Euro pro 100 Milliliter. Gleich drei enthielten laut Inhaltsstoffliste den in der EU verbotenen UV-Filter „4-MBC und hätten dort damit gar nicht erst in Umlauf gebracht werden dürfen. Sie wurden daher von einer weiteren Testung ausgeschlossen. „Für 4-MBC gilt seit Mai 2026 ein vollständiges Verkaufsverbot, weil ernsthafte Sicherheitsbedenken bestehen, insbesondere hinsichtlich der hormonellen Wirkung und unklarer Langzeitrisiken“, erklärt VKI-Kosmetik- und Chemikalienexpertin Birgit Schiller.

Achtest du beim Kauf von Sonnencreme auf die Inhaltsstoffe?

Ja, ich lese mir die Inhaltsstoffe immer genau durch.
Ich verlasse mich einfach auf bekannte Marken.
Nein, eher nicht.

Testergebnis fällt „vernichtend aus“

Laut dem VKI sind vier der sieben untersuchten Produkte nicht als Sonnenschutzmittel einzustufen. Obwohl sie mit Lichtschutzfaktor 50, 50+ oder sogar 90 bzw. 90+ beworben werden, erfüllten sie offenbar nicht einmal die Mindestanforderungen an Sonnenschutzmittel. „Diese Mindestanforderungen liegen bei einem Lichtschutzfaktor von 6 beziehungsweise einem UVA-Schutzfaktor von 2“, kritisiert Schiller. „Diese Produkte sind damit eher als Bodylotions denn als Sonnencremes einzustufen.“ Lediglich eine Sonnencreme erreichte beim UV-Schutz ein akzeptables Ergebnis. Doch: Empfehlenswert sei sie dennoch nicht, da sie den UV-Filter OMC enthält. Dieser gilt – so der VKI – als potenziell hormonell wirksamer Stoff (endokriner Disruptor), der auch mit negativen Auswirkungen auf Korallenriffe und die Meeresumwelt in Verbindung gebracht wird.

Nur sieben von 14 Produkten getestet

Übrigens: Eigentlich wurden von den VKI-Testern 14 Produkte bestellt. „Einige wurden gar nicht oder erst mit erheblicher Verspätung geliefert und konnten daher nicht mehr berücksichtigt werden“, erklären sie abschließend.

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