Skip to content
/ ©Ben Leitner
Foto in Beitrag von 5min.at: Zu sehen ist die Präsidentin des Seniorenbundes, Ingrid Korosec, mit den Händen in den Hosentaschen.
Ingrid Korosec (ÖVP) zeigt sich offen für eine Debatte über eine Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters.

ÖVP-Seniorenbund-Chefin: „Wann wir in Pension gehen, soll von den Berufsjahren abhängen“

Ein Vorstoß der ÖVP-Seniorenbund-Chefin Ingrid Korosec sorgt für Zündstoff in der Pensionsdebatte: Sie fordert, das Antrittsalter strikt an die absolvierten Berufsjahre zu koppeln. Während die ÖVP intern berät, kritisiert die FPÖ.

von Julia Resl Das Foto auf 5 Minuten zeigt die Redakteurin Julia Resl.
2 Minuten Lesezeit(268 Wörter)
Wählen Sie 5min.at als bevorzugte Google-Quelle

ÖVP-Seniorenbund-Chefin Ingrid Korosec ist bereit, über ein höheres gesetzliches Pensionsalter zu diskutieren – allerdings nur für Menschen mit einem späten Berufsstart. Gegenüber der APA betonte sie, dass nicht das Geburtsjahr entscheidend sein dürfe, sondern die tatsächlich geleisteten Arbeitsjahre.

„Wenn wir immer älter werden, dann muss sich klarerweise auch etwas verändern.“ Seniorenbund-Chefin Ingrid Korosec (ÖVP)

Entscheidend seien geleistete Arbeitsjahre

Laut Korosec dürfe das Pensionsalter nicht vom Geburtsdatum abhängen, sondern von den absolvierten Berufsjahren. Die genaue Dauer – etwa 40, 42 oder 45 Jahre – müsse noch ausgehandelt werden. Darüber hinaus zeigte sie sich offen dafür, das System an die Lebenserwartung zu koppeln: Das Rentenalter könnte dabei alle zwei bis fünf Jahre um jeweils einen oder zwei Monate angehoben werden.

Innerhalb der ÖVP werde bereits darüber beraten

Innerhalb der ÖVP wird über ihren Vorstoß zwar bereits beraten, eine Entscheidung erwartet Korosec vorerst aber nicht – dafür fehlt schlicht der Eintrag im Regierungsprogramm. Spätestens 2030 führt für die dann regierende Koalition jedoch kein Weg mehr an dem Thema vorbei. Grund dafür ist laut Korosec, dass der bestehende Nachhaltigkeitsmechanismus verfehlt werden wird.

Kritik von der FPÖ

Aus den Reihen der FPÖ hagelt es Kritik für Korosecs Ideen. FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch betonte per Aussendung, dass eine solche Diskussion die arbeitende Bevölkerung nur unnötig verunsichere. Ob man das Pensionsalter nun am Alter auf dem Papier oder an den Berufsjahren festmache, laufe am Ende auf dasselbe hinaus: Die Menschen sollen länger arbeiten.

Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Mehr Interessantes