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/ ©Shox.Art/Pexels
Das Bild auf 5min.at zeigt Kerzen auf einem Friedhof.
Die Aktivistin Bernadette Feuerstein ist im 68. Lebensjahr verstorben.

Große Trauer um Aktivistin: „Österreich verliert unermüdliche Kämpferin“

Sie kämpfte jahrzehntelang für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und prägte die österreichische Behindertenbewegung entscheidend mit. Nun ist Bernadette Feuerstein im Alter von 67 Jahren verstorben.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
2 Minuten Lesezeit(282 Wörter)
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Mit dem Tod von Bernadette Feuerstein verliert Österreich eine der prägendsten Stimmen der Behindertenbewegung. Die Wienerin setzte sich über Jahrzehnte für Selbstbestimmung, Barrierefreiheit und die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen ein. Nun ist sie im Alter von 67 Jahren verstorben.

Karriere im Rollstuhl

Feuerstein wurde 1959 in Wien geboren. Nachdem bei ihr bereits als Kind eine progressive spinale Muskelatrophie (SMA) diagnostiziert worden war, war sie seit ihrem siebten Lebensjahr auf einen Rollstuhl angewiesen. Trotzdem besuchte sie Regelschule und Gymnasium, studierte später Soziologie an der Universität Wien und arbeitete ab 1991 im Sozialministerium.

Jahrzehntelanger Einsatz für Menschen mit Behinderung

Seit Anfang der 1980er-Jahre engagierte sich Feuerstein unermüdlich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Sie war Mitbegründerin des Behindertenberatungszentrums BIZEPS, Präsidentin des Dachverbands Selbstbestimmt Leben Österreich sowie Mitbegründerin der Wiener Assistenzgenossenschaft. Ihr Ziel war es stets, Barrieren abzubauen und Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Für ihr jahrzehntelanges Engagement wurde Feuerstein mehrfach geehrt. So erhielt sie 2002 den Preis der Menschlichkeit der Stadt Wien und 2016 den Wunsam-Hartig-Preis für ihre Verdienste um die österreichische Behindertenbewegung.

„Engagement, Beharrlichkeit und Menschlichkeit“

Betroffen reagierten am Mittwoch auch die Grünen. Behindertensprecher Ralph Schallmeiner betont, dass ihr Tod eine große Lücke hinterlasse und erklärt:

Mit Bernadette Feuerstein verliert Österreich eine unermüdliche Kämpferin für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Mit großem Engagement, Beharrlichkeit und Menschlichkeit hat sie sich dafür eingesetzt, Barrieren abzubauen, Selbstbestimmung zu stärken und Menschen mit Behinderungen jene Rechte und Möglichkeiten zu verschaffen, die ihnen zustehen. Dafür gebührt ihr unser aufrichtiger Dank.“

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