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/ © George Milton/Pexels
Foto auf 5min.at zeigt eine Frau einen Lapotop benutzen.
2025 wurden in Österreich 6.751 vorurteilsmotivierte Straftaten registriert. Das Internet blieb mit 1.917 Fällen der häufigste Tatort.

6.751 Hate-Crime-Fälle: Internet bleibt Tatort Nummer eins

6.751 vorurteilsmotivierte Straftaten wurden 2025 in Österreich angezeigt. Besonders häufig passiert Hasskriminalität im Internet. Gleichzeitig konnte die Polizei mehr Fälle aufklären.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(321 Wörter)
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Die Zahl der angezeigten Hassverbrechen ist in Österreich weiterhin hoch. Laut dem fünften Hate-Crime-Lagebericht des Innenministeriums wurden 2025 insgesamt 6.751 vorurteilsmotivierte Straftaten registriert. Dabei dokumentierten die Behörden 7.327 einzelne Vorurteilsmotive. Gegenüber 2024 blieben die Zahlen damit weitgehend konstant. Gestiegen ist allerdings die Aufklärungsquote: Sie liegt nun bei 71 Prozent.

Hass vor allem online

Der häufigste Tatort bleibt das Internet. Insgesamt wurden dort 1.917 Fälle registriert. Drei Viertel aller Hasspostings waren Verstöße gegen das Verbotsgesetz. Rund ein Fünftel betraf Straftaten gegen den öffentlichen Frieden, darunter Verhetzung. Damit zeigt der Bericht, dass Hass besonders oft über Bildschirme und soziale Netzwerke verbreitet wird.

Viele junge Verdächtige

Auffällig ist auch das Alter der Tatverdächtigen. Ein Drittel war zum Zeitpunkt der Registrierung jünger als 21 Jahre. Insgesamt waren 86 Prozent der Verdächtigen Männer. Zum Vergleich: In der gesamten Kriminalstatistik liegt dieser Anteil bei 78 Prozent. 28 Prozent der Tatverdächtigen hatten keine österreichische Staatsbürgerschaft, während es in der Gesamtkriminalität 48 Prozent waren.

Herkunft oft Motiv

Bei gewaltbezogener Hasskriminalität wurden 1.575 Opfer erfasst. 62 Prozent davon waren Männer. Zu den häufigsten Delikten zählten Körperverletzung, gefährliche Drohung und Nötigung. In allen Altersgruppen war dabei die nationale oder ethnische Herkunft das häufigste Motiv. Den größten Anteil aller dokumentierten Vorurteilsmotive machten Verstöße gegen Paragraf 3g des Verbotsgesetzes aus: 2.939 Motive und damit rund 40 Prozent.

Schulungen und Prävention

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) betont die Bedeutung konsequenter Ermittlungen: „Die Bekämpfung von Hasskriminalität ist eine konkrete, alltägliche Herausforderung und notwendig für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die konsequente Ermittlungstätigkeit der Sicherheitsbehörden hat zu einer gestiegenen Aufklärungsquote von nunmehr 71 Prozent geführt“. Das Innenministerium setzt unter anderem auf Schulungen für Polizistinnen und Polizisten. Dadurch sollen Vorurteilsmotive früher erkannt und konsequenter verfolgt werden. Zusätzlich sind Präventionsangebote an Schulen sowie Projekte wie „Sicher und FAIRnetzt“ vorgesehen.

Auf dem Foto von www.5min.at sieht man Innenminister Gerhard Karner bei seiner Ansprache
©LPD Stmk/Huber
Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sieht in der Aufklärungsquote von 71 Prozent einen Erfolg der konsequenten Ermittlungsarbeit.

Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick:

  • 6.751 vorurteilsmotivierte Straftaten wurden 2025 registriert.
  • 7.327 Vorurteilsmotive dokumentierten die Behörden insgesamt.
  • 71 Prozent der Fälle konnten aufgeklärt werden.
  • 1.917 Fälle passierten im Internet, damit bleibt es der häufigste Tatort.
  • Ein Drittel der Tatverdächtigen war jünger als 21 Jahre.
  • 86 Prozent der Tatverdächtigen waren Männer.
  • 2.939 Motive entfielen auf Verstöße gegen das Verbotsgesetz – rund 40 Prozent aller erfassten Motive.
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