„Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl“: Lea rettet einem Fremden das Leben
Vor fünf Jahren ließ sich Lea als Stammzellspenderin registrieren. Jetzt konnte die 24-Jährige einem jungen Mann aus Nordeuropa mit ihrer Spende neue Hoffnung auf Leben schenken.
Manchmal genügt eine einzige Entscheidung, um das Leben eines anderen Menschen für immer zu verändern. Für Lea (24) aus St. Pantaleon in Oberösterreich begann alles im Jahr 2021. Damals bestellte sie sich ein Typisierungsset nach Hause und ließ sich als Stammzellspenderin registrieren. Jahre später kam der Anruf, auf den viele registrierte Spender lange warten oder nie erhalten. Im Februar dieses Jahres spendete Lea Stammzellen und schenkte damit einem jungen Mann aus Nordeuropa eine neue Chance auf Leben. Sie ist bereits die 837. erfolgreiche Stammzellspenderin der Initiative.
„Man spürt, dass man wirklich etwas Bedeutendes bewirkt“
Die 24-Jährige beschreibt den Moment als etwas ganz Besonderes. „Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl, einem Menschen neue Hoffnung auf ein Leben schenken zu können. Zu wissen, dass diese Hilfe so dringend gebraucht wird, berührt mich tief. In diesem Moment spürt man, dass man wirklich etwas Bedeutendes bewirkt – etwas, das weit über einen selbst hinausgeht. Es erfüllt mich mit Dankbarkeit und auch mit Stolz. Ein Gefühl, das ich jedem Menschen von Herzen wünsche.“ Mit ihrer Stammzellspende gibt sie einem Menschen, den sie nie kennengelernt hat, die Hoffnung auf einen Neuanfang.
Ein kleiner Schritt mit großer Wirkung
Für viele Patienten mit Leukämie oder anderen schweren Erkrankungen des blutbildenden Systems ist eine passende Stammzellspende oft die einzige Chance auf Heilung. Ob jemand tatsächlich als Spender infrage kommt, entscheidet sich meist erst Jahre nach der Registrierung, manchmal auch nie. Umso wichtiger ist es, dass sich möglichst viele Menschen typisieren lassen. Die Organisation „Geben für Leben, Leukämiehilfe Österreich“ bedankt sich bei Lea mit bewegenden Worten: „Mit deinem Handeln schenkst du Hoffnung und Zuversicht. Dafür gebührt dir großer Respekt und von Herzen Dank.“