Im Juni: 395 Hitzetote in Österreich
Dass der Sommer 2026 besonders heiß ist, zeigt sich nicht nur an den Rekordtemperaturen, die regelmäßig vermeldet werden, sondern auch an den Hitzetoten. Alleine im Juni sollen das bereits 395 gewesen sein.
Vor dem Jahr 2026 hatte Österreich an den offiziellen Messstationen in einem Juni oder einem Juli noch nie die 40-Grad-Marke geknackt – zumindest seit Aufzeichnungsbeginn. Das hat sich in diesem Jahr auf einen Schlag geändert. Sowohl im Juni als auch im Juli hat eine Hitzewelle für Rekordtemperaturen hierzulande gesorgt. Letztere ist aktuell sogar noch im Gange und könnte laut aktuellen Prognosen Mitte kommender Woche für einen neuen Allzeitrekord – und auch im dritten Sommermonat des Jahres für einen 40er sorgen.
Rekord-Jahr seit Auswertungsbeginn
Dass es extrem heiß ist, sieht man dieses Jahr aber nicht nur am Thermometer. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit hat erstmals überhaupt schon während des Sommers die Hitzetoten geschätzt – bzw. die „hitzeassoziierte Übersterblichkeit“. Alleine im Juni soll die extreme Hitzewelle nicht weniger als 395 Menschenleben in Österreich gekostet haben. Vergleicht man die Auswertungen seit 2017 ist auch das ein trauriger Rekord. Der höchste Wert in diesem Zeitraum für einen Juni war im Jahr 2019 mit 335 hitzeassoziierten Toten.
Übersterblichkeitsstatistik zeigt annähernde Zahl
Obwohl Hitze als Todesursache nur selten vorkommt, werden die Hitzetoten dennoch annähernd berechnet – und zwar anhand der Übersterblichkeitsstatistik. Denn: Hitze kann auch bestehende Krankheiten verschlimmern – so etwa Herz- und Lungenprobleme – und so ebenfalls zu zusätzlichen Todesfällen führen, die es ohne Hitze vermutlich nicht in dem Moment gegeben hätte. Waren es alleine im Juni 2026 also schon 395 solcher wahrscheinlicher Hitzetote, hat die Statistik der AGES im gesamten Vorjahressommer (Juni bis September) 449 aufgrund von Hitze Verstorbene ergeben. Im deutlich heißeren Sommer 2024 waren es 989 – der Höchstwert auf den gesamten Sommer bezogen im Aufzeichnungszeitraum seit 2017.
Was (nicht) tun bei extremer Hitze?
Hitze ist dabei besonders für ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen (Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen) gefährlich. Zusätzlich sind auch Faktoren wie der Wohnort und erhöhte Ozon- und Feinstaubwerte ausschlaggebend. Was sollte man jetzt aber bei extremer Hitze unbedingt machen? Hier gilt der Grundsatz: trinken, trinken, trinken. Und zwar bestenfalls Wasser – und davon 1,5 bis drei Liter pro Tag, je nach körperlicher Anstrengung. Apropos körperliche Anstrengung: Diese sollte man wenn möglich vermeiden und helle, luftige Kleidung tragen.