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/ ©Fotomontage: Canva
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt einen verärgerten Urlauber am Strand.
Einige Österreicher sind mit ihren Urlaubs-Problemen dieses Jahr bereits zur Arbeiterkammer (AK) gegangen.

Mietwagen, Doppelbuchungen und Co.: Diese Probleme haben Urlauber 2026

Die Urlaubssaison ist in vollem Gange, die Konsumentenschützer der Arbeiterkammern (AK) haben auch schon erste Fälle vorliegen. Was aber kann man machen, damit man im besten Fall gar nicht bei der AK-Beratung landet?

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
3 Minuten Lesezeit(619 Wörter)
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Die Urlaubssaison hat für die Experten der Arbeiterkammer (AK) recht ruhig begonnen, wie etwa die Bereichsleiterin für Konsumentenschutz der AK Steiermark, Bettina Schrittwieser, gegenüber 5 Minuten erklärt: „Wir haben heuer bisher weniger Anfragen zu Problemen bei Urlaubsreisen bzw. Urlaubsbuchungen als in den letzten Jahren.“

Doppelbuchungen als Problematik

Auf Pauschalreisen bezogen würde es lediglich, wie auch in den letzten Jahren, vor allem Probleme bei Buchungen bei Onlineanbietern geben. Da würden sich laut Schrittwieser Konsumenten etwa melden, weil es offenbar technische Probleme gab und es nach einem Abbruch des Buchungsvorgangs zu Doppelbuchungen gekommen ist. Ob das am Ende des Tages dieses Jahr in den betroffenen Fällen tatsächlich so war, konnte bisher nicht verifiziert werden, „die Interventionen laufen noch“.

„Mit solchen Fällen werden wir jedes Jahr konfrontiert“

Laut Felix Mayr vom Konsumentenschutz der AK Wien gebe es auch Anfragen wegen Bränden während der Sommermonate, Streitigkeiten im Zusammenhang mit Handgepäck, Probleme mit Mietwagen sowie Beschwerden über Plattformen zur Vermittlung von Unterkünften. Er weiß gegenüber 5 Minuten auch: „Mit solchen Fällen werden wir jedes Jahr konfrontiert.“ Vermehrte Probleme gibt es dabei vor allem mit Mietautos. Hier würden den Konsumenten Schäden angelastet, die sie nicht verursacht hätten, so der Experte weiter. Das würde zahlreich dieses Jahr auch jene Autos betreffen, die am Ende der Mietzeit per Self-Check-Out zurückgegeben werden. Mayr dazu: „Wieder zurück in Österreich wird der/die Verbraucher:in mit einer angeblichen Schadensforderung konfrontiert.“ Im Einzelfall – etwa wenn der Zustand des Fahrzeugs vor und nach der Mietzeit nicht gründlich dokumentiert wurde – bestehen auch oft nur eingeschränkte Möglichkeiten, Einspruch zu erheben.

Was AK-Konsumentenschützer Urlaubern jetzt raten

Was raten die Konsumentenschützer Urlaubern nun? Schrittwieser rät, bei Mietautos das Fahrzeug von allen Seiten zu fotografieren und Vorschäden bei der Übernahme zu dokumentieren. Das Auto sollte dann auch bei der Rückgabe noch einmal fotografiert werden. Ähnlich sollte man auch bei Mängeln am Urlaubsort vorgehen. Diese muss man immer sofort beim Reiseveranstalter oder direkt in der Unterkunft melden und die Meldungen auch wieder dokumentieren. Schließt man eine Reiseversicherung ab, sollte man immer die Bedingungen genau lesen, „damit man informiert ist, welche Rücktrittsgründe versichert sind“, so die Expertin. Sie warnt außerdem auch vor Betrügern und mahnt dazu, bei Buchungen im Internet immer darauf zu achten, dass man nur mit der Buchungsplattform korrespondiert.

Rezensionen von Hotels und Unterkünften ernst nehmen

Mayr rät auf Nachfrage von 5 Minuten außerdem, dass man den Unterschied zwischen Pauschal- und Individualreisen kennen sollte. Bucht man Flug und Unterkunft getrennt voneinander, handelt es sich in der Regel um eine Individualreise. „Pauschalreisen sind in der Regel teurer, bieten aber einen deutlich umfassenderen rechtlichen Schutz“, so der Konsumentenschützer. Außerdem empfiehlt er, vor der Buchung verschiedene Angebote zu vergleichen und wenn möglich im Inkognito-Modus zu surfen, weil ansonsten gespeicherte Cookies zu ungünstigeren Preisdarstellungen führen können. Zusätzlich sollte man Rezensionen von Hotels und Unterkünften ernst nehmen.

„Zudem sollten spezielle Anforderungen im Vorfeld geprüft werden, etwa Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge, eine kinderfreundliche Ausstattung oder Barrierefreiheit.“

Felix Mayr, Konsumentenschutz der AK Wien, gegenüber 5 Minuten

Auch Flugausfälle und der Iran-Krieg als Probleme bei Urlaubern

Ein großer Punkt in der Konsumentenberatung waren laut der AK Kärnten bisher übrigens auch Flugausfälle bzw. allgemein Flüge im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. Was das für Betroffene bedeutet und welche Rechte bei Flugausfällen und dergleichen allgemein und im besonderen Fall des Iran-Kriegs bestehen, könnt ihr hier nachlesen: Iran-Krieg verunsichert Urlauber: „Wissen kurz vor Reiseantritt nicht, ob…“.

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